Bruski war 1999 zu Allen & Overy gekommen und hatte zuvor bereits als Partner bei Bruckhaus Westrick Stegemann (heute Freshfields Bruckhaus Deringer) gearbeitet. Ende 2008 zog er nach Riad. Mit seiner breiten Aufstellung in den Bereichen M&A, Private Equity und Venture Capital, Anleihen, strukturierte Finanzierung und Steuer- sowie Insolvenzrecht sollte er die Corporate-Abteilung des saudi-arabischen Büros mit aufbauen. Bruski war damit einer der ersten deutschen Partner einer internationalen Großkanzlei, der in den Nahen Osten ging. Zuletzt arbeitete er als Senior Consultant bei Khoshaim & Associates, der Kooperationskanzlei von Allen & Overy in Riad.
Bei Tortell Smeets trifft Bruski auf einen alten Bekannten: Auch Peter Smeets, einer der Gründungspartner der Frankfurter Kanzlei, arbeitete in den 1990er-Jahren bei Bruckhaus und lernte dort Bruski kennen. 2001 gründete Smeets die Kanzlei Smeets Haas Wolff, die als einer der ersten deutschen Spin-offs galt. Nach deren Fusion mit der US-Kanzlei Paul Hastings 2008 leitete Smeets zunächst das Frankfurter Büros. 2015 wechselte er als Vorstand zur FPM Frankfurt Performance Management. Im vergangenen Jahre gründete er dann seine neue Kanzlei.
Tortell Smeets berät vor allem zu Finanzierungs- und Unternehmenstransaktionen. Gründe für seine Abkehr von der Großkanzlei liegen für Bruski zum einen in der Möglichkeit, eine günstigere Kostenbasis für kleinere und mittlere Unternehmen anzubieten. Zum anderen biete ihm die Boutique auch zeitlich mehr Möglichkeiten als eine Großkanzlei, beispielsweise für Veröffentlichungen und Lehrtätigkeit.
Künftig will sich Bruski auf die Transaktions- und aufsichtsrechtliche Beratung von kleineren und mittleren Unternehmen sowie deren Gesellschafter konzentrieren. Dabei wird er seine internationale Erfahrung bei Mandaten mit Verbindungen zum Nahen Osten einbringen – insbesondere Kontakte zu Mandanten aus Saudi-Arabien mit Geschäftsinteressen in Deutschland bestehen bereits. (Melanie Müller)