Wachstum am Main

Arnecke Siebold mit zwei Mayer Brown-Partnern

Die Frankfurter Kanzlei Arnecke Siebold ist mit zwei neuen Quereinsteigern ins neue Jahr gestartet: Mit dem Kartellrechtler Dr. Werner Blau (51) und dem Gesellschafts- und Steuerrechtler Werner Lutzke (54) von Mayer, Brown, Rowe & Maw setzte die Kanzlei ihr Wachstum fort. Bereits 2003 hatte sich Arnecke Siebold mit drei neuen Partnern in den Rechtsgebieten Arbeits- und Versicherungsrecht sowie Transport und Logistik und dem Notariat verstärkt.Der 51-jährige Blau soll nun zusätzlich eine kartellrechtliche Praxis aufbauen und kommt laut Namenspartner Michael Siebold gerade zur rechten Zeit. Man habe Kartellrecht zwar immer mit geprüft, die wichtigen Aspekte einer Transaktion aber, wie zum Beispiel die Anmeldung, hätten Mandanten in aller Regel anderen Kanzleien anvertraut. "Das war auf Dauer unbefriedigend für uns", so Siebold. "Als Herr Dr. Blau und Herr Lutzke auf uns zukamen, konnten wir uns daher sehr schnell entscheiden."

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Blau und Lutzke haben bei Mayer Brown bzw. dem Kanzleivorgänger Gaedertz an vielen Fällen zusammen gearbeitet, unter anderem beim Erwerb der Degussa Dental GmbH durch die amerikanische Dentsply International Inc. im Oktober 2001 für damals rund eine Millliarde DM. Lutzke gehörte zudem der Verhandlungskommission an, die im selben Jahr den Zusammenschluss der deutschen mit der US-Kanzlei perfekt gemacht hatte. Sein Wechsel kommt insofern überraschend – scheint allerdings mit den sich ändernden Strukturen bei Mayer Brown zusammenzuhängen. Lutzke äußerte dazu lediglich, dass man „bei Arnecke Siebold das richtige kulturelle und wirtschaftliche Umfeld für die Zukunft gefunden habe“. Reinhard Lange, Managing Partner von Mayer Brown, sagte: „In einer großen Firma mit weltweit über 1.400 Anwälten muss mehr gemanagt werden als in kleineren Partnerschaften. Das ist eine Umstellung, die nicht für jeden ganz einfach ist.“

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