Nach absoluten Umsatzzahlen bewegte sich bei Weil Gotshal in Deutschland in den vergangenen drei Jahren nicht viel. 2008 wirkte sich die Wirtschaftskrise bei der stark transaktionsorientierten Sozietät zwar sichtbar aus, der Umsatz sank im Vergleich zu 2007 um knapp 6,5 Prozent auf 50,5 Millionen Euro. 2009 ging es auf 50,86 Millionen Euro minimal aufwärts, im vergangenen Jahr dann minimal abwärts.
Deutlich mehr Bewegung gab es bei der Leverage, Weil Gotshal reduzierte sie systematisch und sehr deutlich. 2007 kamen noch bei 6,2 Associates auf einen Partner. Im Jahr 2008 sank die Quote auf 5,5 und inzwischen liegt sie bei 4,1. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Associates von 43 auf 41. Insgesamt beschäftigte Weil Gotshal in ihren beiden deutschen Büros in Frankfurt und München 51 Vollzeitkräfte (FTE), 2009 waren es 53.
Darin spiegelt sich verändertes Geschäft wider: Die Kanzlei um Prof. Dr. Gerhard Schmidt setzt nach wie vor auf Arbeit für Hedge Fonds und Private-Equity-Investoren, doch die partnergetriebene Begleitung hat offensichtlich an Bedeutung gewonnen, etwa restrukturierungsnahe Mandate. 2010 beriet Weil Gotshal beispielweise Atos Origin beim Erwerb der defizitären Sparte Siemens IT Solutions and Services (mehr…), oder Lone Star beim Erwerb der angeschlagenen Düsseldorfer Hypothekenbank (mehr…).
Die Zahl der Equity-Partner liegt seit einigen Jahren konstant bei zehn, der Umsatz pro Equity-Partner (UEP) sank angesichts des leichten Minus beim Gesamtergebnis zuletzt um 1,2 Prozent. Mit über fünf Millionen Euro dürfte Weil Gotshal beim UEP jedoch auch 2010 weiter mit deutlichem Abstand vor allen anderen Wettbewerbern an der Spitze liegen.