Weil Gotshal

Umsatzplus und neue Wege bei Restrukturierungen

Die US-Kanzlei Weil Gotshal & Manges hat in Deutschland ihren Umsatz 2013 um 4,6 Prozent auf 55,1 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz pro Berufsträger sank dabei von 984.000 Euro auf 950.000 Euro, weil die Kanzlei von 53 auf 58 Anwälte wuchs. Damit liegt sie bei der Produktivität ihrer Anwälte wie gewohnt weit vorne, wenn auch erstmals seit Jahren nicht mehr an der Spitze. Mit einem UBT von 990.000 Euro ist Quinn Emanuel nun das Maß der Dinge in Sachen Produktivität.

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Gerhard Schmidt
Gerhard Schmidt

Neben Deutschland haben sich JUVE-Recherchen zufolge auch die Umsatzzahlen der anderen europäischen Standorte positiv entwickelt. Die US-Zahlen für 2013 sind noch nicht bekannt. Dort hatte es im vergangenen Jahr noch Berichte über Associate-Entlassungen und Kürzungen bei Partnerentnahmen gegeben. Im laufenden Jahr sicherte sich die Kanzlei mit der Arbeit für Facebook bei der Übernahme von WhatsApp bereits ein Top-Mandat.

In Deutschland waren auch 2013 komplexe Transaktionen mit Private-Equity-Beteiligung und schwierige Restrukturierungsfälle die schon traditionellen Treiber des Geschäfts. Vor allem die Arbeit im Umfeld von Unternehmenskrisen hat der deutsche Managing-Partner Prof. Dr. Gerhard Schmidt auch als künftiges Wachstumsfeld ausgemacht. Ab März wird Weil Gotshal dafür ihre bisherigen Beratungsaktivitäten um insolvenzbezogenes Geschäft erweitern. Aus dem Frankfurter Büro der Insolvenz-Spezialkanzlei Kübler wechselt deshalb Dr. Thilo Hild, der zusammen mit dem Weil-Steuerrechtspartner Jürgen Börst Geschäftsführer einer angegliederten Insolvenz-GmbH wird.

Hild hat sowohl Erfahrung als Insolvenzverwalter wie auch als Berater. Bei Kübler war er über fünf Jahre tätig und betreute auch den Londoner Standort. Hild wird sich mit Börst unter anderem um das Treuhand-Beratungsangebot von Weil Gotshal kümmern. Die Kanzlei will zudem in der Vorbereitung von Schutzschirmverfahren eine aktivere Rolle spielen. Insolvenzverwaltung oder die Übernahme von Sachwalterämtern sollen aber weiter nicht zum Portfolio gehören.

In München leitet seit Jahresbeginn Florian Bruder das Restrukturierungsteam. Der erfahrene Associate wechselte dafür von Kirkland & Ellis. Zeitgleich schied der langjährige Partner Dr. Arnold Büssemaker aus und wechselte zu Heuking Kühn Lüer Wojtek.

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