Roeder, der seit 2017 bei Gibson Dunn in München arbeitete, war dort erst im Mai zum of Counsel ernannt worden – eine Position, die in anderen Kanzleien einem Counsel entspricht. 2018 verbrachte er ein mehrmonatiges Secondment im Washingtoner Büro der Kanzlei. Von 2013 bis 2017 war Roeder in München bei Skadden Arps Slate Meagher & Flom tätig.
Roeder konzentrierte sich in den vergangenen Jahren auf die Themen Sanktionen, Exportkontrolle und Lieferketten, Geldwäsche sowie Korruption. Mit diesem Know-how passt er gut zu Willkie, die diese Beratungsthemen bis dato zwar über die US-Büros abdeckte, nicht aber aus Deutschland heraus.
Für Willkie ist Roeder nicht der erste Quereinsteiger in diesem Jahr: Im Mai kamen bereits die Kapitalmarktrechtler Joseph Marx (56) und Simon Weiß (44) von McDermott Will & Emery, im April stieß Arbeitsrechtspartnerin Anne Kleffmann (51) vom Münchner Latham & Watkins-Büro hinzu. Dass Willkie nun erneut einen Münchner für sich gewinnt, passt zu der Erwartung des dortigen Marktes, dass die Kanzlei über kurz oder lang einen Standort an der Isar eröffnen wird.
Bei Gibson Dunn zählte Roeder zum Compliance-Team um Dr. Benno Schwarz. Regelmäßig arbeitete er mit Michael Walther zusammen. Die breit aufgestellte Praxisgruppe umfasst 8 Partner, 1 of Counsel sowie 14 Associates und ist für ihre überaus guten Verbindungen zu den US-Büros bekannt.