Mit einer Ausnahme haben sich alle Kölner Partner, die den Wechsel von Linklaters nach Düsseldorf nicht mitvollziehen, zusammengeschlossen. Einzig der bisherige Leiter der Dispute-Resolution-Praxis bei Linklaters, Peter Klappich, fehlt. Er sei aber eingeladen, der neuen Konstellation beizutreten, heißt es bei Oppenhoff.
Die neue Einheit geht offiziell ab Januar an den Start und verfügt über eine breite wirtschaftsrechtliche Aufstellung: Neben den Corporate/M&A-Partnern Dr. Georg Maier-Reimer, Dr. Harald Gesell, Dr. Stephan König und Michael Oppenhoff, gehören dem Gründungs-Partnerteam an: der IT- und Medienanwalt Michael Abels, Steuerpartner Dr. Axel Bödefeld, Prozessspezialist Michael Bonsau, IP-Partner Gert Dittert, der Gesellschafts- und Versicherungsrechtler Dr. Hanno Goltz, Medienrechtlerin Dr. Sabine Schmeinck und der Arbeitsrechtler Dr. Gilbert Wurth.
Laut Bödefeld setzt Oppenhoff auf ein Wiederaufleben der internationalen Verbindungen zu ausländischen, insbesondere zu US-Kanzleien. Dieses Charakteristikum hatte den alten Konstellationen Boden Oppenhoff & Schneider sowie deren Nachfolgern eine einzigartige Stellung in Deutschland verliehen, bevor sie sich mit der britischen Großkanzlei Linklaters zusammengeschlossen hatte. „Als unabhängige Kanzlei werden wir wieder interessant für Kooperationen, wo andere Interessenkonflikte haben“, so Bödefeld. Zudem werde der gehobene Mittelstand wieder stärker in den Fokus genommen als das bei Linklaters möglich war.
In der Vergütung geht Oppenhoff dagegen einen etwas anderen Weg als früher. Der Lockstep-Anteil an der Gewinnentnahme beläuft sich dem Vernehmen nach auf rund 65 Prozent, der Rest wird leistungsbezogen gezahlt – ein Weg, um sich offenbar auch für mögliche akquisestarke Quereinsteiger attraktiv zu zeigen. (Jörn Poppelbaum)