Zurück in die Zukunft

Oppenhoff startet in Köln

Die Mehrheit der in Köln verbleibenden Linklaters-Partner macht sich selbstständig. Wie seit einigen Wochen erwartet (Hintergrund), wird die neue Einheit als Oppenhoff & Partner auftreten. 11 Partner und rund 30 Associates setzen damit auf einen der traditionsreichsten Namen des deutschen Anwaltsmarkts, der von der Kölner Kanzleilegende Walter Oppenhoff herrührt.Das Kölner Büro von Linklaters, die bis 2006 in Deutschland unter dem Namen Linklaters Oppenhoff & Rädler firmierte, blickt auf eine 100-jährige Geschichte zurück. Namenspartner der neuen Kanzlei ist nun Michael Oppenhoff, der Sohn Walters. Der Gesellschaftsrechtler war bei Linklaters zuletzt als of Counsel tätig.

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Mit einer Ausnahme haben sich alle Kölner Partner, die den Wechsel von Linklaters nach Düsseldorf nicht mitvollziehen, zusammengeschlossen. Einzig der bisherige Leiter der Dispute-Resolution-Praxis bei Linklaters, Peter Klappich, fehlt. Er sei aber eingeladen, der neuen Konstellation beizutreten, heißt es bei Oppenhoff.

Die neue Einheit geht offiziell ab Januar an den Start und verfügt über eine breite wirtschaftsrechtliche Aufstellung: Neben den Corporate/M&A-Partnern Dr. Georg Maier-Reimer, Dr. Harald Gesell, Dr. Stephan König und Michael Oppenhoff, gehören dem Gründungs-Partnerteam an: der IT- und Medienanwalt Michael Abels, Steuerpartner Dr. Axel Bödefeld, Prozessspezialist Michael Bonsau, IP-Partner Gert Dittert, der Gesellschafts- und Versicherungsrechtler Dr. Hanno Goltz, Medienrechtlerin Dr. Sabine Schmeinck und der Arbeitsrechtler Dr. Gilbert Wurth.

Laut Bödefeld setzt Oppenhoff auf ein Wiederaufleben der internationalen Verbindungen zu ausländischen, insbesondere zu US-Kanzleien. Dieses Charakteristikum hatte den alten Konstellationen Boden Oppenhoff & Schneider sowie deren Nachfolgern eine einzigartige Stellung in Deutschland verliehen, bevor sie sich mit der britischen Großkanzlei Linklaters zusammengeschlossen hatte. „Als unabhängige Kanzlei werden wir wieder interessant für Kooperationen, wo andere Interessenkonflikte haben“, so Bödefeld. Zudem werde der gehobene Mittelstand wieder stärker in den Fokus genommen als das bei Linklaters möglich war.

In der Vergütung geht Oppenhoff dagegen einen etwas anderen Weg als früher. Der Lockstep-Anteil an der Gewinnentnahme beläuft sich dem Vernehmen nach auf rund 65 Prozent, der Rest wird leistungsbezogen gezahlt – ein Weg, um sich offenbar auch für mögliche akquisestarke Quereinsteiger attraktiv zu zeigen. (Jörn Poppelbaum)

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