Es ist doch nur ein weiterer Partnerwechsel. Nur ein paar Dollar mehr. Nur eine weitere US-Kanzlei. Schließlich haben wir schon des öfteren miterlebt, wie US-Kanzleien bekannte Partner von führenden Kanzleien weglocken konnten: Etwa als Gerhard Schmidt von Beiten zu Weil Gotshal wechselte, Wolfgang Feuring von Freshfields zu Sullivan & Cromwell oder gar halb Schilling Zutt zu Shearman & Sterling.Jetzt verliert also Freshfields gleich drei ihrer wichtigsten Partner an Milbank. Verständlich, dass das Management versucht, die Weggänge herunterzuspielen. Nichts kann jedoch darüber hinwegtäuschen, dass viele der Equity Partner darüber besorgt sind, was das Ausscheiden von Nussbaum, Rieger und Füger für die Kanzlei bedeutet. Oder wie es ein Münchner Partner ausdrückt: „Es geht weniger darum, wo sie hingehen, als vielmehr darum, dass sie nicht bleiben wollten.“
München war das profitabelste Freshfields-Büro in Deutschland – unter anderem aufgrund seiner verhältnismäßig geringen Größe und der fast ausschließlichen Fokussierung auf High-End-Transaktionen. Und obwohl Freshfields berechtigterweise argumentiert, dass solche Deals nur mit dem Full-Service-Hintergrund der restlichen deutschen Praxis erreicht werden können, war das Gefälle zwischen den in München erzielten Honoraren und denen in den übrigen Büros beachtlich.
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