Kommentar

Personalstrategien zu Ende denken

Was ist bloß mit der Jugend von heute los? Lauthals echauffiert sich mancher altgediente Anwalt über den fehlenden Ehrgeiz vieler junger Kollegen, die „nur Geld wollen und Fortbildungen von morgens bis abends, statt dass sie etwas aufbauen und sich für die Kanzlei einsetzen, wie das für uns damals selbstverständlich war“. Tja, damals. Als ein junger Top-Jurist noch damit rechnen konnte, in einer Wirtschaftskanzlei nach ein paar Jahren Partner zu werden.

Teilen Sie unseren Beitrag

Weiterlesen mit Juve Plus

4 Wochen gratis testen

  • Zugang zu allen digitalen JUVE Inhalten inklusive E-Paper aller Magazine
  • Exklusiver Zugang zu allen Rankings, Datenanalysen und Hintergrundartikeln
  • Inhouse-Teams erhalten kostenfreien Zugriff
  • Themennewsletter JUVE Business Weekly und JUVE Tech Weekly

Ihre Firma hat bereits ein JUVE+-Abo?

Der Zorn trifft die Falschen. Denn im Grunde tut die heutige Bewerbergeneration genau das, was die Kanzleien von ihr erwarten: Sie denkt unternehmerisch, wägt Investitionen gegen Renditeerwartungen ab – und scheut sich nicht, klare Entscheidungen zu treffen. Es ist auch nicht so, dass die jungen Juristen sich nicht mehr für gemeinsame Ziele einsetzen würden. Das Dilemma liegt darin, dass die Ziele der Junganwälte seltener denn je den Zielen ihrer Kanzleien entsprechen. Diese Entwicklung haben die Kanzleien durch ihren immer restriktiveren Umgang mit dem Equity-Partnerstatus selbst angestoßen. Die logische Reaktion: Nur die wenigsten Junganwälte wollen unbedingt Vollpartner werden – laut azur-Associateumfrage gerade einmal 15,6 Prozent.

Artikel teilen

Gerne dürfen Sie unseren Artikel auf Ihrer Website und/oder auf Social Media zitieren und mit unserem Originaltext verlinken. Der Teaser auf Ihrer Seite darf die Überschrift und einen Absatz des Haupttextes enthalten. Weitere Rahmenbedingungen der Nutzung unserer Inhalte auf Ihrer Website entnehmen Sie bitte unseren Bedingungen für Nachdrucke und Lizenzierung.

Für die Übernahme von Artikeln in Pressespiegel erhalten Sie die erforderlichen Nutzungsrechte über die PMG Presse-Monitor GmbH, Berlin.
www.pressemonitor.de

Lesen sie mehr zum Thema