Kommentar

Volle Verantwortung

Autor/en
  • Aled Griffiths

Neue Besen kehren gut, so sagt man, und auch von neu gewählten Seniorpartnern erwartet man, dass sie ihr Haus auf Vordermann bringen. Die erwartete Wahl des Corporate-Königs David Cheyne bei Linklaters macht da keine Ausnahme. Es ist allerdings ungewöhnlich, dass seine Krönung in London von einem Geraune begleitet wird, demzufolge es nun mit der Toleranz für unterdurchschnittliche Leistungen vorbei sei, nicht zuletzt im deutschen Corporate-Team. Man sollte nicht vergessen, dass die Linklaters-Praxis hierzulande immer noch gut positioniert ist, insbesondere bei grenzüberschreitenden M&A-Deals.

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Aber die Marktführerschaft kann sie im Gegensatz zur Londoner Praxisgruppe nicht beanspruchen. Linklaters taucht in den deutschen Deal-Tabellen nicht auf – ein untrügliches Zeichen, dass noch viel zu tun ist. Diese Diskrepanz zwischen den europäischen Praxen bereitet den Linklaters-Führungskräften Kopfzerbrechen, denn sie zeigt auch unmissverständlich, dass die Kanzlei solange nicht an der europäischen Spitze stehen wird, bis sie hier – in der größten Volkswirtschaft Europas – Marktführerin ist. Für dieses langfristige strategische Ziel braucht sie eine homogene und motivierte deutsche Partnerschaft.

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