Kommentar

Zäsur in Mayer Browns Bankrechtspraxis

Die Nachricht ließ aufhorchen: Dr. Jörg Wulfken, der ehemalige deutsche Managing-Partner von Mayer Brown, geht zu PricewaterhouseCoopers Legal. Als die Personalie im Juni bekannt wurde, spekulierte der Markt vor allem über die Ambitionen der Big-Four-Rechtsberater. Doch eine Zäsur markiert der Wechsel auch für die Banking-Praxis von Mayer Brown.

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Vor einigen Jahren hatte Wulfken diese Praxis in eine neue Welt geführt: die Welt nach Lehman Brothers. Plötzlich war der Staat der wichtigste Akteur im Finanzsektor. Als die beiden deutschen Bad Banks entstanden, waren nur wenige Kanzleien mehrfach involviert: Die Marktführer Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller, außerdem – eher überraschend – Hogan Lovells und Mayer Brown. Hogan Lovells nutzte diese Startposition und baute, wie viele andere Wettbewerber auch, gezielt Regulierungsexpertise auf. Bei Mayer Brown dagegen geriet die Entwicklung bald ins Stocken.

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