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29.09.2006

Lone Star übernimmt AHBR-Gesellschaftereinlagen

Der US-Finanzinvestor Lone Star hat den stillen Gesellschaftern der AHBR um die DZ Bank ihre Einlagen abgekauft. Damit ist nicht nur die drohende Pleite der AHBR abgewendet worden, sondern auch der Weg für ihre Sanierung frei. Lone Star war im vergangenen Herbst bei der in Schieflage geratenden gewerkschaftseigenen AHBR mit 88 Prozent der Anteile eingestiegen. Die stillen Gesellschafter hatten zuletzt aufgrund eines Streites um die Übernahme von AHBR-Verlusten mit der Blockade der Sanierung gedroht. Unter anderem stand dadurch der bereits abgeschlossene Verkauf der Auslandskredite an die Hypo Real Estate auf der Kippe.

Dieses bewog nun Lone Star laut Presseberichten zum Einlenken. Demnach war man bereit, die Einlage der insgesamt 30 stillen Gesellschafter, zu denen neben der DZ Bank, die DEVK, AMB Generali, die Mecklenburgische Versicherung und die HSH Nordbank gehören, zu rund 25 Prozent des Nennwertes von zusammen 372 Millionen Euro zu erwerben. (Mathieu Klos)

Berater Lone Star
Weil Gotshal & Manges (Frankfurt): Dr. Uwe Hartmann, Britta Grauke; Associates: Dr. Christian Eggert, Dr. Rastko Vrbaski

Berater DZ Bank
White & Case (Frankfurt): Matthias Kasch (Federführung), Christian Bock (Corporate), Dr. Andreas Klein (Litigation), Isabell Engel, Florian Brügel; Associate: Dr. Alexander Ruhl (alle Corporate)
Inhouse (Frankfurt): Abteilung Sonderengagements und Recht

Weil Gotshal berät Lone Star bereits seit Anbeginn des Übernahmeprozesses der AHBR. Auch der Frankfurter White & Case-Partner Kasch ist schon länger für die DZ Bank aktiv. Er beriet das Finanzinstitut nicht nur beim IPO der Lloyd Fonds AG (JUVE 11/05), sondern vertrat seine Mandantin auch in einem einstweiligen Verfügungsverfahren gegen die Zerschlagung der AHBR, das den Vertragsverhandlungen mit Lone Star vorausging. Im Juni hatte die DZ Bank ihren einstweilige Verfügungsantrag schließlich zurückgezogen, nachdem Lone Star ihr Mitspracherechte bei der Fortführung der Hypobank eingeräumt hatte. Die AHBR war in diesem Verfahren von den Berliner Salans-Anwälten Dr. Ulrich Thölke, Andreas Ziegenhagen und Sebastian Schmid vertreten worden.

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