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29.07.2007

Springer erhält Mehrheit bei PIN Group

Der Axel Spinger Verlag hat von den Mitgesellschaftern Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), Georg von Holtzbrinck und Rosalia die Mehrheit am Postdienstleister PIN übernommen. Springer stockte seinen Anteil von 23,5 Prozent auf zunächst 71,6 Prozent auf und zahlte dafür 510 Millionen Euro. Die Verkäufer bleiben jedoch – wie auch die Verlagsgruppe Madsack – Aktionäre und Kooperationspartner des Postdienstleisters.

Ein Teil der von Springer jetzt erworbenen Aktien soll bis zum Herbst an Regionalzeitungsverlage gehen, die dafür ihre Postgeschäfte in die PIN Group einbringen. So soll etwa die West Mail Holding – ein Jointventure von DuMont Schauberg, Rheinische Post und W. Girardet – PIN-Gesellschafter werden.

Der Anteil von Springer würde dann wieder auf 63,7 Prozent sinken. PIN, zweitgrößter deutscher Anbieter nach der Deutschen Post wurde im September 2005 von Springer, der WAZ-Gruppe, Holtzbrinck sowie dem Beteiligungsunternehmen Rosalia als Gemeinschaftsunternehmen gegründet und deckt nach eigenen Angaben 96 Prozent des Bundesgebiets mit eigenen Verteilnetzen oder über regionale Kooperationen ab.

In 2006 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 168 Millionen Euro. Das Kartellamt muss die Transaktion noch genehmigen. Wenige Tage zuvor hat PIN ein Jointventure in der Postzustellung mit PIN Mail Süd, der Mediengruppe Main-Post und der Mittelbayerische Verlag KG gegründet. (Simone Bocksrocker)

Berater Axel Springer
Shearman & Sterling : Dr. Harald Selzner, Rainer Wilke (beide M&A/Gesellschaftsrecht; Düsseldorf), Dr. Georg Jaeger (Arbeitsrecht; Mannheim), Reinhard Stockum (Steuerrecht; Frankfurt); Associates: Dr. Thankmar Wager, Dr. Martin Neuhaus (beide M&A/Gesellschaftsrecht; Düsseldorf)
Wilmer Hale (Berlin): Ulrich Quack; Associate: Markus Hutschneider (beide Kartellrecht)
@Inhouse (Berlin): Dr. Andrea Partikel, Dr. Roland Pühler

Berater WAZ-Gruppe
Beiten Burkhardt : Dr. Thomas Sacher (Federführung; Corporate; Nürnberg), Georg Philipp Cotta, Dr. Armin Maslo (beide Corporate; München), Volker Germann (Corporate; Nürnberg), Dr. Frank-Peter Reissinger (Arbeitsrecht; München)
@Inhouse (Essen): Dr. Axel Kroll

Berater Georg von Holtzbrinck
@CMS Hasche Sigle (Stuttgart): Dr. Thomas Meyding, Dr. Maximilian Grub (beide M&A/Gesellschaftsrecht), Dr. Harald Kahlenberg (Kartellrecht), Dr. Werner Walk (Arbeitsrecht); Associates: Dr. Ulrich Thiem, Dr. Florian Hofer (beide M&A/Gesellschaftsrecht)
@Inhouse (Stuttgart): Dr. Anka Reich (Federführung), Dr. Sabine Knauer

Berater Rosalia
@Kleyr Collarini Grasso (Luxembourg): Rina Breininger – aus dem Markt bekannt

Berater West Mail Holding/Gesellschafter
Flick Gocke Schaumburg (Bonn): Dr. Stephan Schauhoff (Federführung); Associates: Dr. Tobias Nießen (Kartellrecht; Gesellschaftsrecht), Dr. Carsten Schlotter (Steuerrecht), Judith Mertens
@Inhouse (DuMont; Köln): Dr. Matthias Schulenberg

Berater Madsack
@Inhouse (Hannover): Nicht bekannt

Auf Seiten der anwaltlichen Berater gab es keine Überraschungen. Shearman, Beiten und CMS beraten die an der PIN Group beteiligten Unternehmen bereits seit deren Gründung im Herbst 2005 (JUVE 11/05). Auch Wilmer Hale war schon damals für das Kartellrecht involviert, wobei sich die Beratung bei der PIN-Gründung auf alle Jointventure-Partner erstreckte.

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