Juve Plus Perfekt

Deutsche Bank steigt mit Hengeler-Hilfe bei Postbank ein, Freshfields berät die Post

Autor/en
  • JUVE

Die Entscheidung ist gefallen: Die Deutsche Bank steigt bei der Postbank ein. Damit ist nach der Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank der zweite Riesendeal im deutschen Bankenmarkt binnen 14 Tagen perfekt. Für rund 2,79 Milliarden Euro in bar erwarb Deutschlands größtes Geldhaus von der Deutschen Post 29,75 Prozent der Anteile an deren Bankentochter.Der Preis für die Anteile entspricht damit rund 57,25 Euro je Aktie. Mit im Rennen um die Postbank war bis zum Schluss ebenfalls die spanische Banco Santander.

Teilen Sie unseren Beitrag

Vollzogen werden soll der Kauf im ersten Quartal 2009. Zudem erhält die Deutsche Bank die Option, ein weiteres Aktienpaket in Höhe von 18 Prozent für 55 Euro je Aktie zu erwerben. Die Option kann in einem Zeitraum von 12 bis 36 Monaten ausgeübt werden. Zusätzlich räumt die Deutsche Post der Deutschen Bank ein Vorkaufsrecht für ihre verbleibenden Aktien an der Postbank ein.

Zur Finanzierung der Transaktion, der die Kartellbehörden noch zustimmen müssen, plant die Deutsche Bank eine Kapitalerhöhung von bis zu zwei Milliarden Euro. Die Postbank soll unter eigenem Namen und zunächst ohne Entlassungen weitergeführt werden. Mit ihren rund 14,4 Millionen Kunden ist die Post-Tochter die größte Privatkundenbank hierzulande, 2007 erzielte das im DAX-30 notierte Unternehmen einen Gewinn von rund 870 Millionen Euro.

Berater Deutsche Bank

HENGELER MUELLER (Frankfurt): Dr. Burkhardt Meister, Dr. Michael Baumgartl, Dr. Daniela Favoccia (alle M&A), Dr. Georg Frowein, Dr. Frank Burmeister (beide Vertragsrecht), Dr. Ernst-Thomas Kraft (Steuerrecht), Dr. Horst Satzky (Kartellrecht), Dr. Dirk Uwer (Öffentliches Wirtschaftsrecht; Düsseldorf), Dr. Dirk Bliesener, Dr. Torsten Busch (beide Kapitalmarktrecht), Dr. Edgar Wallach (Bankaufsichtsrecht), Dr. Christian Hoefs (Arbeitsrecht), Dr. Mathias Link, Martin Peters; Associates: Dr. David Barst, Dr. Hendrik Bockenheimer, Philipp Esser, Janine Hille, Anne Isabell Krämer, Dr. Oliver Rieckers, Dr. Dirk Reidenbach, Dr. Nikolai Warneke, Dr. Jens Wenzel, Dr. Jörn-Ahrend Witt, Manuel Zandt

INHOUSE (Frankfurt) : Volker Butzke – aus dem Markt bekannt

Berater Deutsche Post

FRESHFIELDS BRUCKHAUS DERINGER (Frankfurt): Dr. Matthias-Gabriel Kremer, Rick van Aerssen (beide Unternehmensrecht), Dr. Marius Berenbrok (Unternehmensrecht; Hamburg), Dr. Gunnar Schuster, Dr. Thomas Emde (beide Bank- und Finanzrecht), Dr. Thomas Lübbig (Kartellrecht/EU-Beihilferecht; Berlin), Dr. Stephan Eilers, Dr. Norbert Schneider (beide Steuerrecht; beide Köln), Dr. Klaus-Stefan Hohenstatt (Arbeitsrecht; Hamburg), Dr. Jochen Dieselhorst (IP/IT; Hamburg), Dr. Michael Schäfer (Öffentliches Recht; Hamburg); Associates: Dr. Wessel Heukamp (Unternehmensrecht), Dr. Dominik Ziegenhahn, Dr. Patrick Cichy, Dr. Jan-Christian Heins, Dr. Michael Joos (alle Unternehmensrecht; Hamburg), Dr. Sven Petersen, Franziska Rittig (beide Unternehmensrecht), Dr. Michael Kuhnke, Dr. Andrea Kröpelin (Arbeitsrecht; Hamburg), Dr. Max Klasse (EU-Beihilferecht/Kartellrecht; Berlin), Uwe Trafkowski, Dr. Henriette Keller, Jens Linde (alle Bank- und Finanzrecht), Lutz Schreiber (IT/IP; Hamburg)

Berater Postbank

CLEARY GOTTLIEB STEEN & HAMILTON (Frankfurt): Dr. Thomas Kopp (Corporate; Frankfurt), Prof. Dr. Dirk Schroeder (Kartellrecht) – aus dem Markt bekannt

Berater Banco Santander

LINKLATERS (Düsseldorf): Dr. Ralph Wollburg (Federführung; M&A), Sebastian Albella (M&A; Madrid), Dr. Nikolaos Paschos (M&A); Associates: Dr. Tim Johannsen-Roth (M&A), Dr. Lars-Gerrit Lüßmann (M&A; Frankfurt) – aus dem Markt bekannt

Hengeler bei diesem Deal an der Seite der Deutschen Bank zu sehen ist alles andere als eine Überraschung: Die Sozietät verfügt über exzellente Beziehungen zu dem Bankhaus und hatte unter anderem auch schon den letzten größeren Zukauf hierzulande begleitet, den der Norisbank vor rund zwei Jahren.

Freshfields war bei Transaktionen dagegen bislang nicht prominent aufseiten der Deutschen Post in Erscheinung getreten.

Ein gewohntes Bild ist wiederum die Konstellation Cleary/Postbank. Die US-Kanzlei betreute die Bankentochter der Post in der Vergangenheit immer wieder bei größeren Transaktionen. So beriet der Frankfurter Partner Kopp bereits beim Postbank-IPO im Sommer 2004 oder bei der Ausgabe von Genussscheinen über 500 Millionen Euro zwei Jahre später. Auch zur Muttergesellschaft bestehen gute Kontakte, zuletzt betreute Cleary die Post etwa beim Verkauf eines Immobilienpakets an den Finanzinvestor Lone Star.

Erstmals veröffentlicht auf www.juve.de am 12. September 2008

Artikel teilen

Gerne dürfen Sie unseren Artikel auf Ihrer Website und/oder auf Social Media zitieren und mit unserem Originaltext verlinken. Der Teaser auf Ihrer Seite darf die Überschrift und einen Absatz des Haupttextes enthalten. Weitere Rahmenbedingungen der Nutzung unserer Inhalte auf Ihrer Website entnehmen Sie bitte unseren Bedingungen für Nachdrucke und Lizenzierung.

Für die Übernahme von Artikeln in Pressespiegel erhalten Sie die erforderlichen Nutzungsrechte über die PMG Presse-Monitor GmbH, Berlin.
www.pressemonitor.de