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29.09.2009

Vattenfall trennt sich von Wemag

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat seine Mehrheitsbeteiligung an dem Schweriner Regionalversorger Wemag für 170 Millionen Euro verkauft. Bisher hielt Vattenfall 80 Prozent, diesen Anteil erwirbt nun zum Januar 2010 der Verband der bisherigen kommunalen Miteigentümer, der bereits die übrigen 20 Prozent hält. Dem Verband gehören insgesamt 268 Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg an. Einen Minderheitsanteil von 25,1 Prozent an Wemag veräußerte der Verband kommunaler Anteilseigner dabei an den fünftgrößten deutschen Energieanbieter Thüga, ein bundesweites Netzwerk von lokalen und regionalen Versorgern. Thüga ist erst seit wenigen Wochen selbst in Händen eines Konsortiums kommunaler Energieanbieter, zuvor gehörte das Unternehmen zum E.on-Konzerns. Wemag beschäftigt 500 Mitarbeiter und beliefert Kunden in Mecklenburg-Vorpommern und der Westprignitz. Das Bundeskartellamt muss die Transaktion noch genehmigen. (Lars Hering)

Berater Vattenfall
White & Case (Hamburg): Dr. Jörg Kraffel, Dr. Carsten Rodemann (beide Federführung/M&A), Manfred Ungemach, Dr. Sabine Schulte-Beckhausen (beide Energierecht) – aus dem Markt bekannt

Berater Verband kommunaler Anteilseigner
Luther (Dresden): Dr. Christian Ziche (Federführung); Associate: Frank Lohse (beide Corporate)

Berater Thüga
Inhouse (München): Gabriele Aplenz – aus dem Markt bekannt

Vattenfall ist Dauermandantin von White & Case. Ein Team um die Partner Kraffel und Rodemann beriet etwa zuletzt bei der Verkaufsofferte für den Übertragungsnetzbetreiber Vattenfall Europe Transmission im August 2008. Luther hatten dagegen den Verband kommunaler Anteilseigner bisher noch nicht beraten. Jedoch pflegt Luther-Partner Ziche gute Kontakte zu kommunalen Interessenverbänden und war für diese auch bereits beratend tätig. Hieraus ergab sich letztlich auch das Mandat für den Verband kommunaler Anteilseigener.

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