Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat sein Kapital erhöht und sich durch die Ausgabe von rund 26,4 Millionen neuer Stammaktien knapp 690 Millionen Euro frisches Geld beschafft. Die Erlöse will das im Dax-30 notierte Kasseler Unternehmen vor allem nutzen, um Kredite für die größte Übernahme seiner Geschichte abzulösen, den gut eine Milliarde Euro teuren Kauf des US-Konzerns Morton Salt. Zudem belastete der zuletzt starke Ertragseinbruch die Finanzlage von K+S. Die Altaktionäre erhielten ein Bezugsrecht. Die beiden größten Anteilseigner, der Chemiekonzern BASF sowie der russische Investor Andrej Melnitschenko mit seiner Düngemittelfirma Eurochem beteiligten sich entsprechend ihrer Anteile an der Kapitalmaßnahme. Die Deutsche Bank und Morgan Stanley begleiteten die Transaktion. Vor K+S hatten betreits einige andere deutsche Konzerne das erholte Marktumfeld genutzt, um ihr Kapital aufzustocken, unter anderem HeidelbergCement, Infineon und Metro.
Berater K+S
Freshfields Bruckhaus Deringer: Rick van Aerssen (Frankfurt/München), Dr. Wolfram Rhein (Düsseldorf), Mark Strauch (Frankfurt); Associates: Dr. Andreas Stefanski, Ulrich Weidemann, James Thayer, Norbert Kaliwe (alle Frankfurt), Sören Ludwig (Düsseldorf), Moritz Voges (München; alle Unternehmens- und Kapitalmarktrecht)
Inhouse (Kassel): Andreas Goebel (Leiter Recht) – aus dem Markt bekannt
Berater Banken
Allen & Overy (Frankfurt): Dr. Oliver Seiler, Gernot Wagner – aus dem Markt bekannt
Inhouse (Deutsche Bank; Frankfurt): Dr. Andreas Meyer – aus dem Markt bekannt
Inhouse (Morgan Stanley; Frankfurt): Dr. Christoph Wolf – aus dem Markt bekannt
Hintergrund: Freshfields betreut K+S schon länger. Erst im September dieses Jahres begleitete die Kanzlei den Salz-und Düngemittelspezialisten bei der Begebung einer 750 MIllionen Euro schweren Anleihe, bei der Übernahme von Morton Salt im Frühjahr dieses Jahres stand sie ebenfalls auf der Seite des Kasseler Unternehmens. Daneben hatte sie auch zuvor schon mehrfach bei größeren Transaktionen im Salzbereich beraten, unter anderem beim Erwerb eines 38-prozentigen Anteils an dem Wettbewerber Esco und dem Erwerb des chilenischen Salzherstellers SPL.