Der Cuxhafener Projektentwickler PNE Wind hat seine Beteiligung von 50 Prozent an zwei Offshore-Windparkprojekten in der Nordsee an den dänischen Konzern Dong Energy verkauft. Die Skandinavier, bislang ebenfalls mit 50 Prozent beteiligt, sind damit nun Alleineigentümer. Allerdings wird PNE, ehemals Plambeck Neue Energien, weiter an der Entwicklung der Projekte mitarbeiten und als Dienstleister für Dong Energy tätig. Den Kaufpreis bringt Dong Energy durch sogenannte Milestone-Zahlungen auf, die Zahlung von Teilbeträgen beim Erreichen bestimmter Projektfortschritte. Nach Marktinformationen liegt die Gesamtsumme je nach Projekterfolg zwischen 40 und 50 Millionen Euro.
Die Flächen der Parks Borkum Riffgrund I und II befinden sich nördlich von Borkum und Norderney. Das Projekt Borkum Riffgrund I mit bis zu 77 Windenergieanlagen und 277 Megawatt Nennleistung ist bereits vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigt. Riffgrund II mit seinen bis zu 96 Windanlagen befindet sich dagegen noch im Genehmigungsverfahren.
Berater Dong Energy
Hengeler Mueller (Berlin): Dr. Nicolas Böhm (Federführung; Corporate), Dr. Thomas Schmidt-Kötters (Öffentliches Recht; Düsseldorf), Dr. Thorsten Mäger (Kartellrecht; Düsseldorf); Associates: Josef Hofschroer, Moritz Gröning, Andreas Breier (alle Corporate)
Inhouse (Kopenhagen): Anders Zoiga Hansen – aus dem Markt bekannt
Berater PNE
Taylor Wessing (Berlin): Marc-Oliver Kurth (Federführung; Corporate/ M&A); Associates: Pablo Rüdiger Sebastián de Erice, Norman Röchert (beide Corporate), Dr. Stephan Albrecht, Silke Kullmann, Tobias Runge (alle Commercial)
Inhouse: Keine Nennungen
Hintergrund: Dong Energy greift für sein Deutschlandgeschäft in M&A-Fragen und im Energiewirtschaftsrecht regelmäßig auf Hengeler zurück. Unter anderem war die Sozietät 2005 für die Dong-Tochter Dong Naturgas aktiv, als diese etwa ein Viertel der Anteile an der städtischen Energie und Wasser Lübeck GmbH erwarb.
Der Kontakt zwischen Taylor Wessing und PNE kam über Marc-Oliver Kurth zustande, der den Projektierer bereits zu seiner Zeit bei Hoffmann Liebs Fritsch & Partner beraten hat. Im Sommer 2007 verließ er das mittlerweile geschlossene Berliner Büro der Kanzlei und wechselte zu Taylor Wessing. Seitdem begleitet die Sozietät die Cuxhafener PNE laufend.
Aber auch Hoffmann Liebs erhält weiterhin Mandate, beispielsweise 2008 bei einem Beteiligungsverkauf an Ventizz. Der Windparkentwickler streut seine Transaktionsmandate allerdings noch breiter. So hat seit Jahren auch das Hamburger Büro von Watson Farley & Williams gute Kontakte zu dem Unternehmen und beriet in 2009 etwa bei zwei Verkäufen von jeweils mehreren Windparks an den baden-württembergischen Versorger EnBW.