Der Walldorfer Softwarehersteller SAP hat seine erste öffentliche Anleihe ausgegeben. Sie wurde am Eurobond-Markt platziert und hat ein Gesamtvolumen von einer Millarde Euro. Die Anleihe stellt eine der bisher größten Transaktionen des laufenden Jahres dar. Die Tranchen beinhalten eine vier- und eine siebenjährige Anleihe mit einem Volumen von je 500 Millionen Euro. Für die vierjährige Laufzeit weist der Kupon 2,5 Prozent aus, während dieser für die siebenjährige Laufzeit 3,5 Prozent beträgt. Der Großteil wurde bei Investoren in Großbritannien, der Schweiz und Deutschland platziert. Mit dem Emissionserlös will SAP seinen allgemeinen Finanzierungsbedarf decken. Als Joint Lead Arranger trat ein Konsortium, bestehend aus BNP Paribas, Deutsche Bank, ING sowie J.P. Morgan, auf.
Berater SAP
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Rick van Aerssen (Federführung), Dr. Andreas König; Associate: Dr. Andreas Stefanski (alle Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht)
Berater Banken
Clifford Chance (Frankfurt): Sebastian Maerker; Associate: Felix Biedermann (beide Bank- und Kapitalmarktrecht)
Hintergrund: Es ist eine Überraschung, Freshfields an der Seite von SAP zu sehen, denn das Unternehmen gilt als einer der Kernmandanten von Allen & Overy. So beriet ein Team der Kanzlei den Softwarehersteller etwa 2007 bei der Übernahme des französischen Wettbewerbers Business Objects. Damit handelt es sich um ein Premierenmandat für Freshfields, das auf eine Empfehlung aus dem Markt zuückzuführen ist. Ein gewohnter Begleiter von Unternehmensanleihen ist das Anleihenteam von Clifford Chance um Sebastian Maerker. Zu Jahresbeginn war er als Berater des Bankenkonsortiums bei der milliardenschweren Anleihe von Daimler beteiligt.