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02.12.2010

Milliardenschwerer Schuldenabbau: E.on trennt sich mit Freshfields von Gazprom-Anteil

Der Düsseldorfer Energiekonzern E.on hat seine restliche Beteiligung am russischen Gasriesen Gazprom für 3,4 Milliarden Euro verkauft. Mit 2,7 Prozent übernahm die staatliche russische Investitionsbank Vnesheconombank (VEB) den Großteil des Pakets von 3,5 Prozent.

Kirsten Floss
Kirsten Floss

Die verbleibenden 0,8 Prozent der Anteile verkaufte E.on bereits über den Markt. Die Kaufpreiszahlung und die Übertragung der Aktien an VEB sollen voraussichtlich noch im Dezember erfolgen. Aus dem Verkaufserlös von 3,4 Milliarden Euro ergebe sich ein Buchgewinn von 2,5 Milliarden Euro, so E.on. Der hochverschuldete Energiekonzern will die Einnahmen zum Schuldenabbau und für strategische Investitionen nutzen. (Anja Hall)

Berater VEB
Inhouse (Moskau): Nicht bekannt

Berater E.on
Freshfields Bruckhaus Deringer (Köln): Kirsten Floss; Associates: Olga Salmenko, Dr. Hans Philip Logemann, Samuel Newhouse (London; alle Gesellschaftsrecht/M&A)
Inhouse (Düsseldorf): Dr. Patrick Wolff (E.on), Dr. Ulrike Höpping, Jan-Philipp Jaeger (beide E.on Ruhrgas)

Hintergrund: Freshfields und E.on haben ein sehr enges Mandatsverhältnis, die Kanzlei berät den Energiekonzern regelmäßig bei Transaktionen und Projekten, etwa dem Verkauf des Höchstspannungsnetzes (mehr…) oder bei der Beteiligung am russischen Gasfeld Yushno Russkoje. Corporate-Partnerin Floss ist auf den russischen Markt spezialisiert. Bis zu ihrem Wechsel ins Kölner Büro 2007 arbeitete sie mehrere Jahre am Moskauer Standort der Kanzlei, der auch in dieser Transaktion unterstützend tätig war.

Auch andere Kanzleien wie zum Beispiel Allen & Overy werden regelmäßig für den Energieriesen tätig. So beriet die Kanzlei unter Federführung von Dr. Neil Weiand das Unternehmen erst vor Kurzem im Zusammenhang mit einer Kreditlinie in Höhe von sechs Milliarden Euro. Beim Verkauf der HSE-Anteile an HEAG stand Hengeler Mueller an der Seite von E.on (mehr…). Bekannt ist darüber hinaus die Arbeit von White & Case sowie Shearman & Sterling (mehr…) für den Energiekonzern.

Die staatliche russische Investitionsbank VEB griff, soweit bekannt, nicht auf externer Berater zurück.

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