Artikel drucken
10.10.2014

Möbelhersteller: Austmann begleitet Interlübke beim Verkauf an Investoren

Der traditionsreiche Premiummöbelhersteller Interlübke aus dem ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück hat neue Eigentümer. Die beiden Privatinvestoren Dr. Peter Rutishauser aus der Schweiz sowie Dr. Richard Lenz aus München übernahmen die Anteile von den bisherigen Familiengesellschaftern. Interlübke hatte 2012 Insolvenz anmelden müssen und im Anschluss unter Leo Lübke einen Neustart versucht.

Nina Böttger

Bislang hielten Lübke und seine Mutter 90 beziehungsweise 10 Prozent an dem Unternehmen. Im Zuge des Verkaufs wechselt Leo Lübke in den Beirat des Unternehmens, die beiden Investoren Rutishauser und Lenz übernehmen die Geschäftsleitung. Der Schweizer Rutishauser ist Geschäfsführer der Beteiligungsgesellschaft Equatis und sitzt unter anderem im Aufsichtsrat des Trinkflaschenherstellers Sigg. Der Münchner Unternehmer Lenz ist Miteigentümer der E.I.S. Holding. Interlübke, die Schwester des Polstermöbelherstellers Cor, erwirtschaftete 2013 mit knapp 230 Mitarbeitern einen Umsatz von 26 Millionen Euro.

Berater Investoren
Freundl Wollstadt & Partner (München): Hartmut Wollstadt

Berater Interlübke
Austmann & Partner (Düsseldorf): Dr. Nina Böttger (Federführung), Dr. Erbo Heinrich; Associate: Ulf Marquardt (alle Gesellschaftsrecht/M&A)

Hintergrund: Ursprünglich ließ sich Interlübke durch einen lokalen Einzelanwalt beraten. Über die M&A-Berater von Livingstone kam dann die Düsseldorfer Kanzlei Austmann ins Spiel. Deren Partnerin Böttger hat Mandatserfahrung in der Möbelbranche und berät regelmäßig inhabergeführte Mittelständler. Mit Livingstone arbeitet Austmann immer wieder in Projekten zusammen. Die M&A-Berater mandatieren ansonsten bei kleineren und mittelgroßen Transaktionen auch andere Düsseldorfer Kanzleien wie etwa Arqis.

Böttger gehörte zu einem fünfköpfigen Team um Thomas Austmann, das sich vor knapp zwei Jahren von Allen & Overy in Düsseldorf abspaltete. Die beiden gehörten auch zu den Anwälten, die im Oktober 2007 für die britische Kanzlei in Düsseldorf eröffnet hatten.

Freundl Wollstadt entstand 2009 als Spin-off jüngerer Anwälte des Münchner Standorts von BB Buchalik Brömmekamp. Erst vor wenigen Tagen vermeldete die Kanzlei mit Dr. Oliver Krauß den Zugang eines erfahrenen Aktien- und Kapitalmarktrechtlers als of Counsel. (Marcus Jung)

  • Teilen