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03.11.2005

Medienanwalt in eigene Kanzlei: Von Kalckreuth verlässt Unverzagt

Alexander Graf von Kalckreuth (34), bislang Partner bei der Medienkanzlei Unverzagt von Have in Berlin, hat sich zum November unter dem Namen Kalckreuth Rechtsanwälte selbstständig gemacht.Zweiter Partner der neuen auf Presse- und Medienrecht spezialisierten Kanzlei wird Dr. Ben Irle, der zuvor knapp ein Jahr als selbstständiger Anwalt in Hamburg tätig war. Einen weiteren Standort wird Kalckreuth in München unterhalten.

Von Kalckreuth war erst zum Jahresbeginn vom Hamburger Unverzagt-Stammsitz in das Berliner Büro gewechselt und gleichzeitig Partner geworden. Bevor er 2002 zu Unverzagt kam, war er unter anderem für Prinz Neidhardt Engelschall in Hamburg sowie für den Pariser Medienanwalt Maître Toucas tätig.

Von Kalckreuth hat sich vor allem durch die Vertretung prominenter Betroffener im Presserecht einen Namen gemacht. Daneben ist er stellvertretender Vorstand des privaten Institutes für Stiftungsrechts e.V. in München und Kuratoriumsvorsitzender der Apelschen Kulturstiftung.

Ralph Oliver Graef, zuständiger Unverzagt-Partner für den Bereich Presse und Verlage in Hamburg, bedauerte den Weggang von Kalckreuths persönlich. „Mit diesem Schritt wollten wir aber gemeinsam dem Interesse der überwiegenden Anzahl unserer Mandanten gerecht werden, zukünftig Zielkonflikte zwischen den von uns betreuten Medienunternehmen, Verlagen und Sendern einerseits und Verletzten von Presseberichterstattungen andererseits zu vermeiden. Im Äußerungsrecht gibt es nur ein Hier oder Dort.“

Unverzagt ist unter anderem für die Beratung von RTL im Presserecht bekannt. Fachlich hinterlasse der Weggang keine Lücke, da der Bereich von dem Berliner Associate Alexander Hogertz weiter abgedeckt werde.

„Der Berliner Standort ist und bleibt ein immens wichtiger Standort für unsere Kanzlei an der Schnittstelle zu den Entscheidern in Politik und Verbänden“, sagte Graef. „Die Verstärkung existierender Büros und die Eröffnung weiterer Büros an Medienstandorten verfolgen wir mit Nachdruck, Ziel bleibt aber immer das organische Wachstum unserer Sozietät.“ (Christine Albert)

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