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16.12.2010

Insolvenz: hww und CMS AG formieren neue Beratungsgruppe

Unter der neuen Bezeichnung hww Gruppe schließen sich zum Januar 2011 die Insolvenz-Großkanzlei hww Wienberg Wilhelm und die Beratungsgesellschaft CMS AG zusammen.

Die auf Sanierung und Restrukturierung spezialisierte CMS AG – die mit der Kanzlei CMS Hasche Sigle nichts zu tun hat – tritt als hww CMS Unternehmensberatungs-GmbH in die Gruppe ein.

Rüdiger Wienberg

Weitere rechtlich eigenständige Unternehmen der Gruppe sind der Insolvenzverwalterzweig von hww Wienberg Wilhelm sowie die Rechtsanwaltsgesellschaft. Die formale Aufteilung von Insolvenzverwaltung und Rechtsberatung ist in allen Insolvenzkanzleien üblich, seitdem die Verwalter vor knapp zehn Jahren der Gewerbesteuerpflicht unterworfen worden sind. Die personelle Besetzung ist aber vielfach identisch. hww gehört nach Anzahl der Insolvenzverfahren zu den drei Top-Kanzleien in Deutschland. Prominenteste Verwalter sind die Namenspartner Rüdiger Wienberg und Jan Wilhelm.

Die neue hww Gruppe verfügt über rund 360 Mitarbeiter an 25 Standorten. Dabei bringt hww mit bisher 60 Berufsträgern und weiteren 270 Mitarbeitern an über 20 Standorten den größeren Teil ein. Die Kanzlei existiert seit 2002/03 (mehr …)

Burkhard Jung

Die bisherigen CMS-Vorstände Burkhard Jung und der Jurist Dr. Stefan Weniger steigen als Partner bei hww ein und übernehmen die Geschäftsführung des Beratungszweigs hww CMS. Einen großen gemeinsamen Fall hatten hww und CMS bereits im Sommer 2010. Rüdiger Wienberg wurde Verwalter des Stahlbauers Akson in Tröbitz (Brandenburg), bei dem Weniger bereits drei Wochen lang als Sanierungsvorstand tätig war.

Wienberg beschreibt den Zusammenschluss als Vorbereitung auf die Reform der Insolvenzordnung. Ein Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) wird zurzeit in Berlin beraten. „Insbesondere wird die Anordnung von Eigenverwaltungen bereits im vorläufigen Insolvenzverfahren den Bedarf an insolvenzerfahrenen Beratern erhöhen, die vor Insolvenzanmeldung tätig werden“, sagte Wienberg. (Markus Lembeck)

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