Deutscher Erfolg

Linklaters wächst deutlich über Kanzleischnitt

Die britische Kanzlei Linklaters hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit 1,2 Milliarden britische Pfund (1,41 Milliarden Euro) umgesetzt. Sie steigerte damit ihr Vorjahresergebnis um 1,4 Prozent. In Deutschland wuchs die Praxis sogar um 5,3 Prozent und schnitt damit deutlich besser ab als die Gesamtkanzlei.

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Die deutsche Praxis kommt nun auf einen Umsatz von 168 Millionen Euro. Sie trug damit rund 11 Prozent zum Gesamterfolg bei. Im vorherigen Geschäftsjahr kam die Kanzlei, die hierzulande seit 2010 von Dr. Carl-Peter Feick geführt wird, auf 160 Millionen Euro. Das entsprach damals einem Minus von über neun Prozent.

Der jetzige Erfolg der deutschen Anwälte dürfte nicht unwesentlich auf zwei Mandate zurückzuführen sein: die Beratung von ACS bei der Übernahme von Hochtief (mehr…) sowie die Beratung der Deutschen Börse bei der Fusion mit der New Yorker Börse (mehr…). Damit war und ist die Kanzlei an zwei der aktuell größten Transaktionen in Deutschland beteiligt.

Asien und Nahost ganz vorn

Trotz des Aufstiegskurses liegt die deutsche Praxis in puncto relativer Steigerung kanzleiintern noch klar hinter Asien, wo die Einnahmen um zehn Prozent wuchsen, sowie hinter Dubai (13 Prozent). Den Ausbau des Geschäfts im Nahen Osten hat sich Linklaters auch für die Zukunft auf die Fahnen geschrieben. Sie eröffnete vor wenigen Tagen ein Büro in Abu Dhabi, um dem dort „konstant gestiegenen Beratungsvolumen“ Rechnung zu tragen, wie die Kanzlei mitteilte.

Im rein auf Deutschland bezogenen Vergleich zu ihren Magic-Circle-Rivalen Freshfields Bruckhaus Deringer und Clifford Chance fällt Linklaters‘ Bilanz gemischt aus. Zwar ist das Wachstum mit 5,3 Prozent signifikant höher als das von Freshfields mit 0,6 Prozent (mehr…), liegt aber dennoch auch klar hinter Clifford mit 8 Prozent (mehr…).

Allerdings scheinen die Kanzleien auch unterschiedliche Wachstumsstrategien zu verfolgen. Dies wird am Umsatz pro Berufsträger deutlich. Während Freshfields mit 4,7 Prozent und Clifford sogar mit 9,1 Prozent klar im Plus lagen, fiel die Steigerung bei Linklaters mit 2,9 Prozent bescheidener aus. Doch anders als die Rivalen, die jeweils die Anzahl ihrer Berufsträger etwas abgebaut haben, wuchs Linklaters personell im Jahresdurchschnitt um 2,4 Prozent. (Jörn Poppelbaum)

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