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07.02.2012

Frankfurt: Paul Hastings gewinnt Corporate-Team von Baker

Paul Hastings gewinnt mit Dr. Regina Engelstädter, Dr. Jan Gernoth und Dr. Ali Şahin ein Corporate-Team von Baker & McKenzie in Frankfurt. Die drei wechseln voraussichtlich zum März. Engelstädter (46) steigt als Equity-Partnerin ein, Gernoth (40) und Şahin (39) als Salary-Partner. Alle hatten den gleichen Status auch bei Baker. Ob ihnen Associates folgen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.

Regina Engelstädter

Regina Engelstädter

Engelstädter begann ihre Anwaltslaufbahn 1998 bei Baker als Associate. 2006 wurde sie dort zur Equity-Partnerin ernannt. Sie ist auf grenzüberschreitende Transaktionen und Private-Equity-Deals spezialisiert. Zuletzt beriet sie etwa den Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant bei der Gründung einer Europäischen Aktiengesellschaft (SE) (mehr…).

Jan Gernoth

Jan Gernoth

Gernoth war seit 2004 in der Corporate-Praxis von Baker tätig. Er begleitete dort zum Beispiel den Finanzinvestor Nimbus beim Kauf der Volz-Gruppe (mehr…). Mit Şahin verliert Baker den Gründer ihrer ‘Turkish Working Group’, in der unter seiner Leitung rund ein Dutzend Anwälte in Frankfurt, London, Amsterdam, Houston und New York arbeiteten. Zuletzt trieb Şahin die exklusive Kooperation mit der türkischen Kanzlei Esin voran (mehr…).

Ali Şahin

Ali Şahin

Die gesamte Corporatepraxis von Baker besteht nun noch aus 14 Partnern, 1 of Counsel, 8 Local Partnern und 25 Associates. Damit ist das Team, vor allem verglichen mit Wettbewerbern wie Clifford Chance oder Latham & Watkins, recht klein. So kann die Kanzlei zwar mit partnerorientierter Beratung punkten, stößt andererseits mitunter aber auch an Kapazitätsgrenzen. Zuletzt schienen ihre ehrgeizigen Pläne, sich stärker auf Transaktionen zu fokussieren, allerdings aufzugehen: Baker begleitet seit geraumer Zeit regelmäßig Deals mit chinesischer Beteiligung. Die Beratung des chinesischen staatseigenen Industriekonzerns Chongqing Light Industry & Textile beim Kauf der insolventen SaarGummi-Gruppe war eine Schlüsseltransaktion für die deutsche Praxis (mehr…). Zuletzt beriet sie zudem die Karl Schlecht Stiftung beim Verkauf des schwäbischen Betonpumpenproduzenten Putzmeister an den chinesischen Baumaschinenhersteller Sany Heavy Industry – soweit bekannt der größte Zukauf eines chinesischen Unternehmen hierzulande (mehr…).

Paul Hastings hatte ihre Frankfurter Finanzierungs- und Kapitalmarktrechtspraxis erst Anfang des Jahres mit einem Quereinsteiger von Hengeler Mueller (mehr…) verstärkt. Die US-Kanzlei realisiert durch die erneuten Zugänge nun auch die lange geplante Verstärkung im Gesellschaftsrecht und M&A und will sich zukünftig mit dem neuen Team die Begleitung strategischer Transaktionen erschließen. In Deutschland ist Paul Hastings bislang vor allem für die Expertise in der Finanzierungs- und Restrukturierungsberatung sowie für ihre Stärke in der Beratung der Real-Estate-Branche bekannt. Im M&A-Bereich lag der Fokus von Paul Hastings bisher auf Private-Equity-Transaktionen.

Ihr erstes deutsches Büro hatte die US-Kanzlei 2008 in Frankfurt eröffnet. Sie fusionierte damals mit der Frankfurter Sozietät Smeets Haas Wolff, deren Gründer ursprünglich bei Bruckhaus Westrick Heller Löber (heute Freshfields Bruckhaus Deringer) und Hengeler arbeiteten. Zuletzt waren in Deutschland fünf Partner, ein Counsel und sieben Associates für die Kanzlei tätig. (Silke Brünger)

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