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07.02.2012

Neue Position: General Counsel für Axel Springer kommt von Porsche

Zum April übernimmt Dr. Konrad Wartenberg den neu geschaffenen Posten des General Counsels beim Medienkonzern Axel Springer. Der 45-Jährige kommt vom Stuttgarter Autobauer Porsche. Dort war er bislang Leiter Recht sowohl der Holding als auch der darunter hängenden operativ tätigen AG. Bei Porsche folgt ihm Guido Peters nach, bislang Leiter Recht bei  der Volkswagen-Finanztochter Financial Services.

Konrad Wartenberg

Konrad Wartenberg

Wartenberg wird bei Springer direkt an Lothar Lanz berichten, der als Vorstand die Bereiche Personal, Finanzen und Dienstleistung verantwortet. Wartenberg sind die Felder Gesellschaftsrecht, Finanz- und Kapitalmarktrecht sowie Corporate Governance zugeordnet. Derzeit verfügt der Springer-Verlag über zwei Rechtsteams: eines, das sich um das operative Geschäft kümmert, und eines, dass die Zentralbereiche wie eben Gesellschaftsrecht betreut. Wartenberg soll die Gesamtleitung übernehmen.

In der Verlags- und Medienbranche ist Wartenberg ein Neuling: Er begann seine Karriere bei Freshfields Bruckhaus Deringer und ging von dort aus zum Handelskonzern Metro AG nach Düsseldorf. Später wechselte er dann zu Porsche, wo er das personell vergleichsweise kleine Rechtsteam mehrere Jahre lang leitete und entsprechend auch den Übernahmekampf mit Volkswagen (VW) eng mitbegleitete (mehr…). Auch in die Auseinandersetzung mit der damals von Christian Wulff geführten niedersächsischen Landesregierung um das sogenannte VW-Gesetz war er involviert.

Seit 2008 hat die Axel Springer AG für die beiden Rechtsteams keine gemeinsame Leitung mehr gehabt. Seinerzeit verließ die anerkannte Chefjuristin Dr. Andrea Partikel das Unternehmen und machte sich in Hamburg selbstständig (mehr…). Heute ist sie bei Brehm & v. Moers Partnerin (mehr…). Ihr Position wurde seinerzeit nicht nachbesetzt. Anstelle dessen wurden zwei Abteilungen eingerichtet, eine Struktur, die das Unternehmen auch zuvor schon einmal aufgebaut hatte.

Guido Peters (53) ist seit 20 Jahren beim VW-Konzern tätig. Zuletzt zeichnete er bei der Finanztochter in Braunschweig nicht nur für den Bereich Recht, sondern auch für Compliance verantwortlich. Außerdem leitete er das Generalsekretariat. Zu der VW-Tochter wechselte er vor acht Jahren. Peters, der vor seiner VW-Zeit als Anwalt in Stuttgart tätig war, übernimmt die Spitze der Porsche-Rechtsabteilung zu einem schwierigen Zeitpunkt. Der Autobauer sieht sich hierzulande und in den Vereinigten Staaten mit einer Reihe großvolumiger Klagen wegen seines gescheiterten Übernahmeversuchs bei VW konfrontiert. Aufgrund der Klagen liegt die geplante Verschmelzung von VW und Porsche auf Eis. Ein Nachfolger für Peters auf seiner bisherigen Position steht noch nicht fest. (Astrid Jatzkowski)

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