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14.09.2012

Hamburg: Conergy-Chefjurist wechselt zu Xing

Kai Hollensteiner wird zum Dezember General Counsel und Vice President Legal Affairs beim Online-Netzwerk Xing in Hamburg. Der 40-Jährige kommt vom Solarkonzern Conergy, wo er zuletzt ebenfalls die Rechtsabteilung leitete. Dort folgt ihm Florian Lenser nach.

Kai Hollensteiner

Kai Hollensteiner

Hollensteiner kam vor sechs Jahren von Taylor Wessing zu Conergy (mehr…). Als 2010 der amtierende Chefjurist Dr. Sebastian Biedenkopf dann Finanzvorstand des seit Jahren kriselnden Unternehmens wurde, übernahm Hollensteiner die Leitung der Rechtsabteilung (mehr…). Nach einer Einstellungsoffensive 2007 war das Rechtsteam aufgrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten von Conergy zu diesem Zeitpunkt bereits wieder geschrumpft.

Als General Counsel von XING wird Hollensteiner ein Team mit vier Juristen leiten, das auch die Compliancefunktion mit ausfüllt. Zentrale operative Beratungsthemen sind Datenschutz und IT-Recht. Hollensteiner selbst wird jedoch, wie bisher auch, vor allem die Corporate-Fragen betreuen sowie Aufsichtsrat und Vorstand beraten und sich der M&A-Projekte annehmen. Er berichtet an Finanzvorstand Ingo Chu beziehungsweise an den Aufsichtsratsvorsitzenden.

„Nach inzwischen fast sechs Jahren in der Solarindustrie ist in mir der Entschluss gereift, mich neuen Herausforderungen in einem für mich völlig neuen inhaltlichen Umfeld zu stellen“, so Hollensteiner. Zwar hinterlasse er bei Conergy mit „einem weinenden Auge“ ein hoch motiviertes und qualifiziertes Team, doch erwarte ihn bei Xing ebenfalls eine angesehene und gute aufgestellte Rechtsabteilung, auf die er sich freue.

Nachfolger bei Conergy wird Florian Lenser, der bereits seit November 2007 bei dem Solarunternehmen tätig ist. Er befasste sich bislang vor allem mit aktien- und kapitalmarktrechtlichen Fragen und arbeitete im Verlauf der Restrukturierung des Konzerns eng mit Hollensteiner zusammen (mehr…, mehr…).

 Xing, 2003 als Business-Netzwerk OpenBC gegründet, ist seit einem Jahr im TecDax notiert und steht daher gerade auch gesellschaftsrechtlich vor neuen Aufgaben. Das Netzwerk hat inzwischen mehr als zwölf Millionen Mitglieder. Knapp die Hälfte aller Mitglieder sitzt in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Damit ist Xing nach eigenen Angaben in der deutschsprachigen Region das größte berufliche Netzwerk. Größter Anteilseigner ist die Burda Digital GmbH. Der Umsatz von Xing lag 2011 bei 66,2 Millionen Euro, ein Plus von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (Astrid Jatzkowski)

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