Juve Plus Entschuldung in Sicht

Conergy-Kreditgeber lenken mit Linklaters und Hengeler ein

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  • JUVE

Das Hamburger Solarunternehmen Conergy hat sich mit seinen Kreditgebern auf eine neue Finanzstruktur geeinigt. Im Rahmen einer langfristigen Bilanzrestrukturierung wird das Unternehmen um 188 Millionen Euro entschuldet. Zudem engagieren sich die Kreditgeber teilweise mit Eigenkapital.

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Die Entschuldung soll die Zinsbelastung reduzieren. Die verbleibende Kreditlinie von 135 Millionen Euro wurde im Rahmen der Refinanzierung um vier weitere Jahre verlängert. Zugleich senkt Conergy das Grundkapital von 400 Millionen auf nur noch 50 Millionen Euro. Anschließend ist eine Kapitalerhöhung von bis zu 188 Millionen Euro vorgesehen – mit einem Bezugsrecht für die Aktionäre des Unternehmens. Die Erlöse sollen dazu dienen, einen Teil der Kredite abzulösen.

Sollten die Bezugsrechte nicht ausgeübt werden, haben sich einige Kreditgeber bereit erklärt, die Forderungen von bis zu 188 Millionen Euro als Sacheinlage einzubringen und Aktien zu übernehmen. Diese Kreditgeber sind die Hedgefonds Sothic und York Capital. In den langwierigen Verhandlungen um die Refinanzierung standen sich die Gläubigerbanken unter Führung der Commerzbank und die beiden Hedgefonds gegenüber. Dem Bankenkonsortium gehören unter anderem die Deutsche Bank, die WestLB, die NordLB und BNP Paribas an.

Für Conergy und deren Tochtergesellschaften Voltwerk Electronics, Conergy Solar Module, MS Mounting Systems war es dabei immens wichtig, dass noch vor dem Jahresende eine Lösung zustande kommt: Zum 21. Dezember hätten die Gläubiger ihr Geld zurückfordern können. Endgültig beschlossen werden sollen die Maßnahmen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung Anfang 2011.

Berater Commerzbank (als Agent)
Hengeler Mueller (Frankfurt): Heinrich Knepper; Associates: Daniela Böning, Dr. Nikolai Warneke, Markus Böhler (alle Bank- und Finanzrecht)

Berater Bankenkonsortium
Linklaters (Frankfurt): Kolja von Bismarck (Federführung; Restructuring & Insolvency), Dr. Jochen Laufersweiler (Gesellschaftsrecht); Associates: Verena Etzel (Restructuring & Insolvency), Tonia Karzel (Corporate), Navid Moztarzadeh (Restructuring & Insolvency)

Berater Conergy
Freshfields Bruckhaus Deringer (Hamburg): Prof. Dr. Christoph Seibt, Dr. Lars Westpfahl (beide Gesellschaftsrecht/Restrukturierung), Dr. Christian Ruoff (Steuerrecht); Associates: Dr. Stephan Schulz, Dr. Gunnar Isenberg, Simon Schwarz, Simone Schönen (alle Gesellschaftsrecht/Restrukturierung), Dr. Alexander Schwahn (Steuerrecht), Mario Hüther (Frankfurt), Sebastian Siepmann (beide Finanzrecht)
Inhouse (Hamburg): Dr. Sebastian Biedenkopf (CFO), Kai Hollensteiner (General Counsel), Florian Lenser

Berater Conergy-Tochtergesellschaften
Schmidt-Jortzig Petersen Penzlin
(Hamburg): Dr. Dietmar Penzlin; Associate: Dr. Scott Maesch (beide Restrukturierung/Insolvenzrecht)

Hintergrund: Im Wesentlichen sind im Conergy-Komplex auch bei der Refinanzierung die schon bewährten Beraterteams aktiv. Bereits im Spätsommer 2010 war das im Tec-Dax notierte Unternehmen in existenzielle Schwierigkeiten geraten, als Verbindlichkeiten in Höhe von 450 Millionen Euro fällig wurden. Nur mit Mühe konnte die Insolvenz abgewendet werden (mehr…). Auch 2008 hatte Freshfields schon eine Finanztransaktion für Conergy begleitet. Auf der Bankenseite war Hengeler tätig (mehr…).

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