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Conergy nach Schuldenabbau in Händen von Finanzinvestoren

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Beim angeschlagenen Hamburger Solaranbieter Conergy haben Gläubiger um die Deutsche Bank sowie die Hedgefonds York Capital und Sothic die Mehrheit übernommen. Im Zuge einer Restrukturierung der Conergy-Finanzen tauschten sie Schulden der Gesellschaft in Conergy-Aktien um und sicherten sich 60 Prozent an der einstmals größten Solarfirma Europas.

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Sie lösten dabei die kreditgebende Commerzbank als größten Anteilseignerin ab. Deren Beteiligung sank von knapp 30 auf unter 10 Prozent. Größter Anteilseigner ist mit 13 Prozent nun die Deutsche Bank, dicht gefolgt von den beiden Hedgefonds. Beobachter waren zuvor davon ausgegangen, dass sich die Hedgefonds das größte Paket sichern würden. Conergy reduzierte seine Schulden um 183 Millionen Euro.

Die jetzige Entschuldung wurde im Wesentlichen schon Ende 2010 geplant (mehr…). Conergy einigte sich mit den Gläubigern auf eine Herabsetzung des Grundkapitals und eine anschließende gemischte Bar- und Sachkapitalerhöhung mit Bezugsrecht der Altaktionäre. Diese, so auch die Commerzbank, machten davon nun wenig Gebrauch. Lediglich 13 Millionen Euro erlöste Conergy hierüber, 169 Millionen Euro wurden per Debt-Equity-Swap gewandelt. Die M.M. Warburg koordinierte die Transaktion.

Conergy war 2007 in große finanzielle Schwierigkeiten geraten und stand länger kurz vor der Pleite. Erst kürzlich verklagte das Unternehmen seine Ex-Vorstände auf Schadensersatz. Sie sollen seinerzeit unnötige Risiken eingegangen sein, die die Existenz des Unternehmens gefährdeten.

Berater Conergy
Freshfields Bruckhaus Deringer (Hamburg): Prof. Dr. Christoph Seibt, Dr. Lars Westpfahl (beide Gesellschaftsrecht/Restrukturierung), Dr. Christian Ruoff (Steuerrecht); Associates: Dr. Stephan Schulz, Dr. Gunnar Isenberg, Dr. Hauke Rittscher, Kirsten Seeger (alle Gesellschaftsrecht/Restrukturierung), Dr. Alexander Schwahn (Steuerrecht), Mario Hüther, Andreas Tümmler, Dr. Oliver Lieth (alle drei Frankfurt), Sebastian Siepmann (alle Finanzrecht)
Inhouse (Hamburg): Kai Hollensteiner (Leiter Recht), Florian Lenser

Berater Gläubiger (Deutsche Bank, Hedgefonds)
Linklaters: (Frankfurt): Kolja von Bismarck (Federführung; Restructuring & Insolvency), Dr. Jochen Laufersweiler (Gesellschaftsrecht); Associates: Verena Etzel (Restructuring & Insolvency), Tonia Karzel (Corporate), Navid Moztarzadeh (Restructuring & Insolvency)

Berater Commerzbank
Hengeler Mueller (Frankfurt): Heinrich Knepper; Associates: Daniela Böning, Dr. Nikolai Warneke, Markus Böhler (alle Bank- und Finanzrecht)

Berater M.M. Warburg
Hogan Lovells (Frankfurt): Prof. Dr. Michael Schlitt (Federführung), Dr. Karsten Müller-Eising, Dr. Susanne Schäfer (Kapitalmarktrecht; alle Frankfurt), Dr. Heiko Gemmel (Steuerrecht; Düsseldorf); Associates:Thomas Stoll, Dr. Roman Kasten, Daniela Schmitt (Kapitalmarktrecht), Dr. Lorenz Zabel (Öffentliches Recht)

Hintergrund: Die beteiligten Parteien und deren Berater sind im Wesentlichen dieselben wie bereits Ende 2010, als die Grundzüge der Entschuldung vereinbart wurden. Sowohl Freshfields als auch Hengeler und Linklaters sind aufseiten ihrer jeweiligen Mandanten schon länger in den Refinanzierungskomplex bei Conergy eingebunden.

Neu hinzugekommen ist nun die M.M. Warburg als koordinierende Bank der Kapitalmarkttransaktion und deren Beraterin Hogan Lovells. Der Kontakt der Sozietät zu dem Bankhaus kam über den angesehenen Kapitalmarktrechts-Partner Michael Schlitt zustande. Schlitt wechselte erst Anfang des Jahres mit einem Team zu Hogan Lovells (mehr…), zuvor war er für Willkie Farr & Gallagher tätig.

 

 

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