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03.09.2018

Spin-off: Bekannte Notarinnen gründen eigene Sozietät in Frankfurt

Frankfurt hat ein neues Notariat: Zum September haben Dr. Sabine Funke (41) und Dr. Christiane Mühe (39) eine gemeinsame Kanzlei eröffnet, die sich wie ihre Vorgängereinheiten ausschließlich auf die notarielle Beratung konzentriert. Beide Partnerinnen sind als Anwältinnen und Notarinnen qualifiziert. Nach einigen Jahren in Großkanzleien haben sie sich zuletzt beide ausschließlich auf die notarielle Beratung spezialisiert. Firmieren wird die neue Einheit unter FM-Notare. 

Christiane Mühe und Sabine Funke

Christiane Mühe und Sabine Funke

Funke arbeitete von 2004 bis 2010 zunächst als Associate in der M&A- und Kapitalmarktpraxis von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton in Frankfurt. Zur Notarin bestellt wurde sie 2010 und wechselte im selben Jahr in das renommierte Anwaltsnotariat Faust Gerber. Dort war sie insbesondere im notariellen Transaktionsgeschäft tätig. Jüngst beurkundete sie zum Beispiel den Verkauf des Soundsystemproduzenten Teufel an das französische Private-Equity-Haus Naxicap. Auch das Immobilienunternehmen Patrizia ließ bereits Transaktionen bei ihr beurkunden, zuletzt etwa den Kauf eines Portfolios von 85 Einzelhandelsimmobilien.

Mühe begann ihre Karriere 2007 bei Hengeler Mueller in Frankfurt, wechselte 2010 zu Mayer Brown, wo sie in der Banking- und Finance-Praxis in den Büros in Frankfurt und London arbeitete. Nach ihrer Bestellung zur Notarin 2015 zog es sie in das angesehene Frankfurter Anwaltsnotariat Gerns & Partner, das personell zu den größten der Stadt gehört. Neben dem Transaktionsgeschäft steht Mühe auch für die notarielle Begleitung von Anleihegläubigerabstimmungen. So übertrugen RWE und Innogy im Jahr 2017 Mühe die notarielle Beaufsichtigung der Gläubigerabstimmungen bei der Anleihen-Umstrukturierung mit einem Volumen von rund elf Milliarden Euro.

Auch in ihrer neuen Einheit wollen die beiden Notarinnen vor allem im Gesellschafts- und Immobilienrecht sowie in der Unternehmensfinanzierung und der Nachfolgeplanung tätig sein. Neben den beiden Amtsträgerinnen gehören fünf Mitarbeiter zum Startteam.

Bei Faust Gerber verbleiben drei Amtsträger. Das Notariat wird künftig unter Faust Gerber Haines firmieren und damit die Namen aller drei Notare tragen. Nach eigenen Angaben plant die Einheit außerdem, sich mittelfristig mit jungen Amtsträgern zu verstärken.

Gerns hat bereits in den vergangenen Monaten aufgestockt und je einen erfahrenen Associate von Milbank Tweed Hadley & McCloy sowie Allen & Overy hinzugeholt. Somit zählt das Team nach dem Weggang von Mühe sechs Notare. (Laura Bartels)

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