Artikel drucken
05.03.2021

Umsatz 2020: Heuking trotz leichten Rückgangs optimistisch

Heuking Kühn Lüer Wojtek hat 2020 leicht an Umsatz verloren. Entscheidend dafür war das absehbare Ende des Diesel-Großprojekts, das der Kanzlei zuletzt zu Umsatzrekorden verhalf. Weil andere Bereiche im Corona-Jahr allerdings deutlich zulegten, fiel der Rückgang um 2,5 Prozent auf 189,9 Millionen Euro insgesamt allerdings annehmbar aus.

Andreas Urban

Andreas Urban

Als Unterauftragnehmer von Freshfields Bruckhaus Deringer begleitete Heuking in den vergangenen Jahren in der Spitze rund 10.000 Dieselverfahren. Neben dem Umsatz stieg dabei seit 2017 auch die Personalzahl stark an. Auch im Jahr 2020 wuchs die Personalbasis erneut auf nun 403,6 Full Time Equivalents, was einem Wachstum um ein Prozent entspricht. Insgesamt trugen über das Jahr verteilt weiterhin 39,4 Projektjuristen-FTE zum Umsatz bei. Die auf Zeit angestellte Projektjuristenschar verkleinerte die Kanzlei zum Stichtag 31.12. jedoch von 46 auf 12 Köpfe.

Zu der leicht gewachsenen Berufsträgerzahl trugen auch 2020 einzelne Quereinsteiger bei. Im Oktober ergänzte etwa der Konfliktlösungsexperte Dr. Alexander Weiss das Münchner Büro von Heuking als Salary-Partner. Er war zuvor acht Jahre bei Clifford Chance in München tätig, zuletzt als Senior Associate. Hinsichtlich der Personalentwicklung ihrer Standorte entwickelte sich die Kanzlei weitgehend homogen. Köln und das kleine Zürcher Büro fallen mit netto je vier Berufsträgern mehr auf.

Das moderate Personalwachstum ließ den Umsatz pro Berufsträger (UBT) um 3,4 Prozent auf nun noch 470.000 Euro fallen. Managing-Partner Dr. Andreas Urban findet das Ergebnis aber in Anbetracht eines herausfordernden Jahres gut. Er berichtet zudem über gesunkene Kosten und sieht eine weiterhin stabile Ertragslage. (Ludger Steckelbach)

  • Teilen