Venture Capital

Fair-Finance gründet mit RPCK ersten Social Impact-Fonds in Österreich

Gemeinsam mit dem Senat der Wirtschaft hat Fair-Finance den ersten Venture Capital Fonds mit Schwerpunkt auf gemeinwohlorientierte Unternehmen in Österreich ins Leben gerufen. 

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Keyvan Rastegar

Der Risikokapitalfonds investiert in Unternehmen, die sich Themen wie der Klimakrise, Armut, sozialer Ungerechtigkeit oder Bildung verschreiben und durch ihre Arbeit  eine erkennbar positive Wirkung (‚Social Impact‘) erzielen können. Die ersten fünf Millionen investierte Fair-Finance als Initiator des VC-Fonds. Bislang gibt es sieben Beteiligungen, etwa an Memocorby, einem digitalen Tool zum Wiedererlernen der Sprache nach einem Schlaganfall. Ein anderes Investitionsbeispiel ist Helioz, das mit einer kostengünstigen solarbetriebenen Technik Menschen in Entwicklungsländern mit sauberem Trinkwasser versorgt. 

Fair-Finance Seveca1 richtet sich ausschließlich an institutionelle Investoren, die zwischen 200.000 und 500.000 Euro in gewinnorientierte Geschäftsmodelle mit sozialverantwortlichem Hintergrund investieren möchten und den Unternehmen so langfristiges Eigenkapitel zuführen. Das Fondsvolumen kann von aktuell fünf auf künftig 20 Millionen Euro aufgestockt werden. Es handelt sich um den ersten Social-Impact-Fonds in Österreich. 

Magdalena Hiller

Berater Fair-Finance
Inhouse Recht (Wien): Magdalena Hiller (Stabsstelle Recht & Compliance)
RPCK Rastegar Panchal (Wien): Dr. Keyvan Rastegar; Associates: Johannes Justin (Rechtsanwaltsanwärter; beide Federführung), Raphaela Pfeiffer (alle Corporate/M&A; Venture Capital)
DF Advocates (Sliema): Dr. Alejandro Borg

Treuhänder Fair-Finance Seveca1
Gassauer-Fleissner (Wien): Dr. Christian Gassauer-Fleissner

Hintergrund: Unternehmensseitig begleitete die für Recht und Compliance zuständige Hiller die komplexe Fondsgründung. Über eine Empfehlung des Impact Hub Vienna wandte sie sich an RPCK Rastegar Panchal. Durch die enge Zusammenarbeit mit ihrem New Yorker Büro ist das Wiener Team bereits sehr erfahren in nachhaltigen Finanzierungen. Gemeinsam mit Partner Rastegar führte Justin die langwierige Fondsgründung. Der erfahrene Rechtsanwaltsanwärter ist auf Venture Capital spezialisiert und konnte sich bereits erste Anerkennung auf dem Markt erarbeiten.

Grenzüberschreitendes Fondsmanagement

Die Wahl eines Europäischen Risikokapitalfonds (Euveca) war insofern komplex, als hier erstmals ein vollkonzessionierter alternativer Investmentfonds Manager (AIFM) eingesetzt wurde. Durch dessen Sitz in Malta kam wiederum die maltesische Einheit DF Advocates ins Spiel, deren Partner Borg die grenzüberschreitende Transaktion von Sliema aus begleitete.

Nach mehrmonatiger Abstimmung  mit der Finanzmarktaufsicht, genehmigte die FMA den Fonds schließlich Ende Oktober – rund sechs Monate nach der Einreichung. Da ein vollkonzessionierter AIFM eingesetzt wurde, bedurfte es einer treuhändischen Verwahrstelle. Für diese Aufgabe fand sich die Wiener Kanzlei Gassauer-Fleissner. Gründungspartner Dr. Christian Gassauer-Fleissner ist Fair-Finance durch seine Position als Aufsichtsrat der Muttergesellschaft Sinnova Holding bereits länger verbunden.

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