Polster leitete das Kartellrechtsteam seit 2001 und war insgesamt rund 20 Jahre bei Dorda. Er verlässt die Kanzlei auf eigenen Wunsch und wird weiterhin als Anwalt mit Spezialisierung auf Wettbewerbs- und Regulierungsrecht tätig sein. Zuletzt war er beispielsweise bei der Beratung der Austrian Gaming Holding im Casinos-Bieter-Streit in Erscheinung getreten. Außerdem war er im Beraterteam, das Baumax bei der Restrukturierung und mehreren Unternehmensverkäufen begleitete.
Kühnert war seit 2011 bei bpv Hügel, seit 2014 als Salary-Partner. Als Vertreter der Kartellrechtspraxis gehörte er im vergangenen Jahr beispielsweise dem Beraterteam um den mexikanischen Zementkonzern Cemex an, als dieser seine österreichischen und ungarischen Töchter an die bayerische Rohrdorfer-Gruppe verkaufte. Vor seiner Zeit bei bpv war Kühnert sechs Jahre bei Freshfields Bruckhaus Deringer, zunächst als Rechtsanwaltsanwärter, dann als Anwalt. Das Kartellrechtsteam bei Dorda zählt neben ihm zwei weitere Anwälte sowie drei Rechtsanwaltsanwärter.
Die Kartellrechtspraxis von bpv Hügel um die beiden Equity-Partner Dr. Astrid Ablasser-Neuhuber (46) und Dr. Florian Neumayr (40), der seit Jahresbeginn Co-Managing-Partner des Wiener Standortes sowie des Kartellrechtsteams ist, bekommt zeitgleich mit dem Abgang von Kühnert Zuwachs von Freshfields: Als Anwalt stößt Dr. Franz Stenitzer (33) zu bpv. Das Kartellrechtsteam zählt damit drei Equity-Partner, zwei weitere Anwälte und vier Rechtsanwaltsanwärter. Im Laufe des März 2016 stößt eine weitere Rechtsanwaltanwärterin hinzu. Es gehört damit mit dem Team von Schönherr zu den größten in Wien.
Bei Freshfields verbleiben nach dem Weggang von Stenitzer im Kartellrechtstam noch zwei Anwältinnen und ein Rechtsanwaltsanwärter. Schon im vergangenen Jahr hatte der Kartellrechtspartner Axel Reidlinger (49) die Kanzlei verlassen und zusammen mit dem Corporate-Spezialisten Dr. Hanno Schatzmann eine eigene Kanzlei gegründet. Seitdem liegt die Leitung des Teams bei dem Berliner Partner Dr. Thomas Lübbig. Das Team ist in den letzten eineinhalb Jahren von sieben auf drei Juristen geschrumpft.