Partnerkarussell

Doralt Seist Csoklich holt Arbeitsrechtlerin von Schima Mayer Starlinger

2020 hält ein kleines Personalkarussell unter Wiener Arbeitsrechtlern bereit: Doralt Seits Csoklich holt zum Mai die Arbeitsrechts-Partnerin Dr. Natalie Hahn von Schima Mayer Starlinger. Hahn folgt bei DSC auf Dr. Ingrid Korenjak, die ihre langjährige Wirkungsstätte im Jänner verlassen hatte und mit Dr. Wolfgang Kinner die Arbeitsrechtsboutique Kinner Korenjak ins Leben rief

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Natalie Hahn
Natalie Hahn

Begonnen hatte Hahn ihre Karriere 2003 bei enwc Eiselsberg Natlacen Walderdorff Cancola (heute Taylor Wessing), bevor sie 2004 zu Kunz Schima Wallentin wechselte. Dort war sie zunächst als Konzipientin, später als Rechtsanwältin und seit 2017 als Salary-Partnerin tätig. Eine einjährige Zwischenstation legte sie ab Sommer 2016 bei Schönherr ein. Ende 2018 folgte Hahn dem Arbeitsrechtsteam um Prof. Dr. Georg Schima, das zusammen mit den Anwälten von Starlinger Mayer die neue Kanzlei Schima Mayer Starlinger aus der Taufe hob. Hahn berät ihre Mandanten zu Umstrukturierungen und Personalabbau, Arbeitskräfteüberlassung und Vorstandsangelegenheiten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der laufenden arbeitsrechtlichen Beratung ihrer Stammmandanten, zu denen etwa Novomatic, die ÖBB und der deutsche Würth-Konzern zählen.

Boutique statt Großkanzlei

Ingrid Korenjak
Ingrid Korenjak

Auch Ingrid Korenjak war vor ihrem Wechsel in die eigene Einheit lange Jahre beim gleichen Arbeitgeber tätig: Von 2009 bis 2019 war sie bei DSC für die arbeitsrechtliche Begleitung von Transaktionen und die Beratung von Arbeitgebern in allen arbeitsrechtlichen Fragen sowie im Datenschutz zuständig. 2018 wurde sie Partnerin.

Korenjaks Branchenschwerpunkte liegen bei IT-Unternehmen, Handel, der Immobilienwirtschaft und Hotellerie sowie im Bank- und Finanzbereich. Sie verbrachte ihre Konzipientenzeit in der insbesondere für ihre Arbeitnehmerberatung anerkannten Kanzlei Freimüller Obereder Pilz & Partner. In ihrer jetzigen Einheit Kinner Korenjak konzentrieren sich die beiden Partner sowie eine Konzipientin jedoch auf die Arbeitgeberseite. Kinner hatte zuvor in Regie mit dem Stiftungs- und Gesellschaftsrechtler Dr. Georg Birkner gearbeitet, der nun wieder als Einzelanwalt tätig ist.

Während DSC ihre Arbeitsrechtspraxis nun mit einer Partnerin und zunächst ein bis zwei Konzipienten neu aufbaut, dürfte der Weggang von Natalie Hahn für Schima Mayer Starlinger einen weiteren Rückschlag bedeuten. Zwar verfügt die Praxis mit Georg Schima und Birgit Vogt-Majarek über zwei angesehene Partner, doch mit Hahn kehrt ihr innerhalb kurzer Zeit bereits die zweite Salary-Partnerin den Rücken. Denn im Oktober 2019 hatte bereits Maria Schedle die Kanzlei nach langen Jahren verlassen und war zur Arbeitsrechtskanzlei Engelbrecht gegangen. Ohne Hahn umfasst das SMS-Arbeitsrechtsteam nun zwei Partner, eine Anwältin und acht Konzipienten und zählt damit nach wie vor zu den größten in Österreich. Zudem ist in naher Zukunft ein Ausbau auf Anwaltsebene geplant.

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