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Berlin, Berlin

In der Bundeshauptstadt herrscht Premierenfieber: Die Berliner Symphoniker treten auf. Aber eigentlich sind es gar nicht mehr die Berliner Symphoniker. Denn der Trägerverein des ehemals hochsubventionierten Orchesters musste vor Monaten Insolvenz beantragen, nachdem der Senat Zuschüsse in Höhe von drei Millionen Euro gestrichen hatte. Nun hat sich Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma (Leonhardt & Partner) eine Alternative erdacht: Die Symphoniker machen weiter - als gemeinnützige GmbH. Und damit doch eine Premiere. Er habe die erste privatwirtschaftliche Kulturinstitution in Berlin geschaffen, sagt Köhler-Ma. "Wir ebnen damit den Weg jenseits der Subventionskultur", sagt er auch. Für die Musiker heißt die Lösung jedoch Kröten schlucken. Sie verlieren ihre feste Anstellung und werden nun je nach Bedarf beschäftigt.

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Mit einer Art Premiere hat sich auch Köhler-Mas Kollege Dr. Wolfgang Schröder (Schröder Rechtsanwälte) zur Zeit auseinanderzusetzen. Denn dass ein Insolvenzplan von einem Gericht kassiert wurde, ist hierzulande noch nicht allzu häufig passiert. Doch mit Schröders Plan, den er anlässlich der Pleite der Berliner Konsumgenossenschaft erstellt hatte (JUVE 11/03), konnte sich das Landgericht Berlin nicht anfreunden. Das LG hatte über eine Beschwerde einer Handvoll Genossen zu entscheiden, die offenbar von PDS-Politiker Dr. Gregor Gysi (Panka, Venedey, Kolloge, Gysi Dr., Langer Rechtsanwälte) vertreten wurden. Das Gericht fand wie die Beschwerdeführer, dass der Plan die Gläubigerbanken gegenüber anderen Gläubigern klar bevorzugt habe.

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