Hannover 96

Kind wehrt sich mit Bethge Reimann Stari gegen Rauswurf

Martin Kind darf vorerst seinen Posten als Geschäftsführer des Zweitligisten Hannover 96 fortführen. Das Landgericht Hannover entschied heute in einem Eilverfahren, dass die Abberufung zumindest bis zum Hauptverfahren unwirksam ist.

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Martin Kind

Ende Juli wurde Kind als Geschäftsführer von Hannover 96 abberufen. Diese Entscheidung hält Kind jedoch für nicht rechtmäßig und ficht sie juristisch an. Nach einer mündlichen Verhandlung gab ihm das Landgericht Hannover heute vorerst recht. Nur der Aufsichtsrat könne eine Abberufung wirksam machen, nicht aber der Verein als solcher. Endgültig soll sich die Frage in einem ausführlichen Hauptsacheverfahren klären.

Die Firmenstruktur von Hannover 96 ist besonders komplex. Neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer von der Hannover 96 Management GmbH ist Kind Mehrheitseigner der ausgegliederten Kapitalgesellschaft Hannover 96 Sales & Service, der die Profifußball-KGaA zu 100 Prozent gehört. Doch aufgrund der 50+1 Regelung im deutschen Profifußball muss der Stammverein immer die Stimmenmehrheit gegenüber anderen Gesellschaftern besitzen. Entscheidungsträger über die Geschäftsführung der Profifußball-KGaA ist demnach die Hannover 96 Management GmbH, welche wiederum zu 100 Prozent dem Mutterverein gehört.

Daniel Laws

Vertreter Martin Kind
Bethge Reimann Stari (Berlin): Dr. Christian Stari (Handelsrecht/ Corporate), Stefan Hagen (Arbeitsrecht) 

Berater Hannover 96
Baker Tilly (Stuttgart): Daniel Laws; Associates: Alexander Busch, Leonie Kröhnke (alle Corporate/Sportrecht) – aus dem Markt bekannt

Landgericht Hannover, 7. Zivilkammer
Carsten Schulte (Vorsitzender Richter)

Hintergrund: Stari, Gründungspartner der Berliner Kanzlei Bethge Reimann Satri, vertritt Kind gemeinsam mit dem Arbeitsrechtspartner Hagen. (mit Material von dpa)

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