Zentraler Vorwurf sind Fehler, die Infineon bei der Ausgliederung seines Speichergeschäfts in die Qimonda AG 2006 unterlaufen sein sollen, drei Jahre bevor das Unternehmen pleite ging (mehr…). Dafür soll Infineon Schadensersatz zahlen.
Infineon hält den Vorwürfen unter anderem zwei Gutachten von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften entgegen. Presseberichten zufolge will der Konzern das Verfahren durch alle Instanzen durchfechten und hat für den Rechtsstreit 326 Millionen Euro Rücklagen gebildet.
Vertreter Michael Jaffé
SZA Schilling Zutt & Anschütz (Mannheim): Dr. Thomas Liebscher
Bub Gauweiler & Partner (München): Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Bub, Franz Enderle – aus dem Markt bekannt
Vertreter Infineon
Gleiss Lutz: Dr. Dirk Wasmann (Federführung; Stuttgart), Dr. Gerhard Wirth (Stuttgart), Dr. Patrick Mossler, Kolja de Vries (Hamburg; alle Gesellschaftsrecht), Dr. David Quinke (Konfliktlösung; Düsseldorf)
Landgericht München, 5. Handelskammer
Dr. Helmut Krenek (Vorsitzender Richter)
Hintergrund: Gleiss ist regelmäßig für Infineon tätig. Letztes Jahr kaufte der Halbleiter-Hersteller gemeinsam mit Gleiss Dresdner Immobilien und Fertigungsanlagen, die einst der insolventen Tochter gehörten (mehr…).
Zudem betreute Gleiss das Unternehmen bereits 2010 bei einer Feststellungsklage von Jaffé. Damals warf der Insolvenzverwalter dem Unternehmen vor, dass es sich bei der Ausgliederung des Speichergeschäfts um eine sogenannte wirtschaftliche Neugründung gehandelt habe – was Infineon bis heute bestreitet (mehr…).
Damals wie heute vertraute Jaffé SZA-Partner Liebscher, zudem zog er dem Vernehmen nach jetzt die Kanzlei Bub Gauweiler hinzu.