Juve Plus Bemerkenswerter Kraftakt

Freshfields und Hengeler bei BOC-Übernahme in vertauschten Rollen

Es war ein langer Weg bis zum Kion-Verkauf. Und dieser sei auch eine „Meisterleistung der Inhouse-Anwälte von Linde“ gewesen, meint ein Beteiligter der Transaktion, weil sie es geschafft hätten, den Deal parallel zum eigenen Integrationsprozess zu bewältigen. Denn nach der Übernahme des britischen Gaseherstellers BOC im Frühjahr war die Rechtsabteilung intern umstrukturiert worden und hat mit Nick Deeming auch einen neuen Leiter. Der mit Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller dann beim jetzigen Verkauf der Gabelstaplersparte Kion auch gleich zwei der wichtigsten Linde-Kanzleien kennenlernte. Schließlich wechselten sich beide in der Vergangenheit regelmäßig als Berater des Unternehmens ab.

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Hengeler begleitete Linde etwa beim Verkauf der Kältetechniksparte an UTC vor gut zwei Jahren (JUVE 05/04). Beim BOC-Deal hatte dann Freshfields für Linde gearbeitet (JUVE 04/06), Hengeler war an der Seite von Slaughter and May für BOC tätig. Jetzt tauschten beide Kanzleien wieder die Rollen. „Bei solch komplexen Projekten hat man vielleicht nur die Wahl zwischen einer Handvoll Kanzleien“, meint der auf Seiten des erfolgreichen Bieterkonsortiums KKR und Goldman Sachs federführende Freshfields-Partner Dr. Andreas Fabritius. „Das ist ja auch eine Frage der Verfügbarkeit“, sagt Dr. Henning Asche, Senior Corporate Counsel der Linde AG und verantwortlich für den Kion-Verkauf. Freshfields oder Hengeler – das sei bislang immer eine Einzelfallentscheidung gewesen.

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