Der Audio-Spezialist Sennheiser Electronic und der dänische Hörgerätehersteller William Demant werden zum Jahresbeginn 2020 ihr Joint Venture Sennheiser Communications auflösen. Der Geschäftsbereich Mobile Music Headsets wird Teil von Sennheiser, die Felder Enterprise Solutions und Gaming Headsets werden Teil der William Demant-Gruppe.
Beide Unternehmen wollen künftig bei Bedarf auch kooperieren. Das Joint Venture, an dem beide Partner gleiche Anteile halten, bestand seit 2003, seinerzeit unter anderem um den wachsenden Markt für Call-Center-Headsets, der heute zu Enterprise Solutions gehört, zu bedienen. Die Trennung soll cash-free erfolgen. Bis Ende 2019 soll das Joint Venture weiterhin sein Geschäft betreiben, während im Hintergrund die beiden Partner die Auflösung organisieren.
Berater Sennheiser
Inhouse Recht (Wedemark): Sylke Roth (General Counsel)
Magnusson (Kopenhagen): Anders Worsøe (Gesellschaftsrecht, M&A, Arbeitsrecht)
CMS Hasche Sigle (Hamburg): Dr. Markus Schöner, Nantje Johnston, Christoff Soltau (alle Kartellrecht)
Berater William Demant Holding
Inhouse Recht (Smørum): Stine Brandenhof (Senior Legal Counsel)
Bruun & Hjeijle (Kopenhagen) – aus dem Markt bekannt
Orrick Herrington & Sutcliffe (Düsseldorf): Dr. Till Steinvorth (Kartellrecht)
Hintergrund: Sennheiser-Chefjuristin Roth arbeitet seit Gründung des Joint Ventures mit der dänischen Kanzlei Magnusson zusammen. Mit dieser werden sich Roth und ihr kleines Rechtsteam im Wesentlichen die Arbeit bei der Auflösung des Joint Ventures teilen, während CMS sich den kartellrechtlichen Aspekten widmet. Die Federführung dafür liegt beim Hamburger Partner Schöner, der den Geschäftsbereich Kartellrecht & EU bei CMS Deutschland leitet. Magnusson und CMS werden das in Niedersachsen beheimatete Familienunternehmen Sennheiser bis zur vollständigen Trennung der Geschäftsbereiche zur Seite stehen. Bis zum Jahresende gilt es, vor allem vertriebskartellrechtliche Fragen im Demerger-Prozess zu klären.
Die Vertretung von Willam Demant übernahm nach außen primär Inhousejuristin Brandenhof, während Anwälte von Bruun & Hjeijle und Orrick im Hintergrund beraten. Kartellrechtspartner Steinvorth von Orrick kennt die dänische Mandantin bereits seit Jahren.