Recycling

Clifford, Cerha und Oppenhoff bringen Joint Venture von RHI Magnesita voran

RHI Magnesita und die nordrhein-westfälische Recycling-Spezialistin Horn & Co. legen ihr Wiederaufbereitungsgeschäft für Feuerfestprodukte zusammen. Bei dem Projekt geht es nicht zuletzt um ESG-Ziele.

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Das Gemeinschaftsunternehmen firmiert als Horn & Co. RHIM Minerals Recovery. Die börsennotierte RHI Magnesita aus Wien ist Weltmarktführerin bei industriellen Feuerfestprodukten und setzt mit rund 12.000 Mitarbeitern über zwei Milliarden Euro um. Ihre Joint-Venture-Partnerin Horn & Co. ist seit 1922 als Recyclingunternehmen aktiv und gab für die Holding zuletzt einen Umsatz von 55 Millionen Euro bekannt.

Christian Vogel

Mit der Zusammenarbeit streben die Partner den Aufbau einer Recycling-Plattform für den Einsatz von Sekundärrohstoffen für die europäische Feuerfestindustrie an. Ein verringerter Einsatz von Primärrohstoffen soll zu weniger Kohlendioxidemission führen. RHI Magnesita hatte zuletzt ihre Finanzierungen an die eigene Nachhaltigkeitsleistung gekoppelt. Je besser ihr Nachhaltigkeits-Rating sich entwickelt, umso niedriger wird die Zinslast. Das neue Projekt ist daher durch seinen positiven Einfluss auf die ESG-Bilanz auch für die Finanzierungsseite des Konzerns interessant.

Berater RHI Magnesita
Clifford Chance (Düsseldorf): Dr. Christian Vogel, Simon Schmid (beide Federführung; beide M&A), Dr. Mathias Elspaß (Energierecht), Dr. Dimitri Slobodenjuk (Kartellrecht), Olaf Mertgen (Frankfurt), Cord von Mandelsloh (beide Steuerrecht); Associates: Dr. Laura Stehl (M&A), Laura-Isabell Dietz (Energierecht), Dr. Ulrich Pfeffer (Kartellrecht)
Cerha Hempel (Wien): Dr. Anna Wolf-Posch, Dr. Michael Mayer; Associate: Zakar Stepanyan (Rechtsanwaltsanwärter; alle Kartellrecht)
Inhouse Recht (Wien): Eva Ritter (Leiterin Recht)

Berater Horn & Co.
Oppenhoff & Partner (Köln): Dr. Nefail Berjasevic, Dr. Philipp Heinrichs (beide Federführung; beide M&A), Dr. Daniel Dohrn (Kartellrecht), Marc Krischer (Steuerrecht), Dr. Fee Mäder (IP), Holger Hofmann (Umweltrecht); Associates: Dr. Dorian Beghin, Dr. Katharina Robert (beide M&A), Patrick Vapore (Kartellrecht), Hanjo Prondzinski (Steuerrecht)
Dr.-Gehre-Treuhand (Siegen): Ulrich Waldschmidt (Steuern)

Nefail Berjasevic

Hintergrund: Die Verhandlungen zum Joint Venture waren komplex, da es nicht hälftig, sondern als 51/49-Prozent-Beteiligung zwischen den unterschiedlich großen Partnern gestaltet werden sollte. Zudem galt es, verschiedene ausländische Gesellschaften in das Joint Venture einzubringen.

Sowohl in Österreich als auch in Deutschland erfolgte eine Kartellrechtsanmeldung. Das Team von Cerha Hempel hat zum österreichischen Zusammenschlussverfahren beraten. Clifford und Cerha haben RHI schon häufig gemeinsam beraten. Vergangenes Jahr etwa kamen sie bei der neuen Finanzierung des Konzerns mit einem anderen Team zum Zuge.

Oppenhoffs Mandat kam im November über einen Kontakt von Partner Berjasevic zustande. Er berät regelmäßig Unternehmen aus seiner Heimatregion Südwestfalen Transaktionen.

Copyright Teaserbild: John / stock.adobe.com

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