Kites – eine Abkürzung für Karlsruhe Information Technology Solutions – war 2015 gegründet worden und ist auf automatisierte Übersetzungen spezialisiert. Die Technologie wurde ursprünglich entwickelt, um die Zusammenarbeit internationaler Forscherteams zu vereinfachen.
Die Software kann in Echtzeit Untertitel erstellen. Kites verspricht, dank Vorhersagen auf Basis künstlicher Intelligenz einen Satz bereits übersetzen zu können, bevor er abgeschlossen wurde. Wenn sich aus dem Kontext dann eine Präzisierung ergibt, kann sie sich selbst korrigieren.
Zoom kündigte an, das deutsche Entwicklerteam ausbauen zu wollen und erwägt auch einen Forschungsstandort in Deutschland.
Zoom war mit der Corona-Krise in eine neue Liga aufgestiegen. Zuletzt vermeldete der Digitaldienstleister einen Jahresumsatz von 2,65 Milliarden Dollar, mit weiter steigender Tendenz. Allein im ersten Quartal 2021 stieg der Umsatz auf 956,2 Millionen Dollar.
Berater Zoom Video Communications
GLNS (München): Dr. Daniel Gubitz, Dr. Daniel Epe (beide Federführung; beide Corporate/M&A), Andreas Scheidle (Steuern); Associate: Thomas Magosch (Corporate/M&A)
SSH Rechtsanwälte (München): Dr. Thomas Schafft (IP/IT)
Blomstein (Berlin): Dr. Roland Stein; Associates: Dr. Leonard von Rummel, Vanessa Kassem (alle Außenwirtschaftsrecht)
Cooley: Anne Lieberman (Corporate/M&A; Santa Monica), TJ Graham (IP; Palo Alto) – aus dem Markt bekannt
Berater Kites-Gesellschafter
Raue (Berlin): Prof. Dr. Andreas Nelle (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Markus Plesser, Dr. Felix Stang (beide IP), Prof. Dr. Sascha Herms (Arbeitsrecht), Dr. Michael Bergmann (Kartellrecht/Außenwirtschaftsrecht), Dr. Michael Gläsner, Tatiana Gushchina (beide Corporate/M&A); Associates: Benjamin Lück (IP), Anja Pietschmann (Öffentliches Recht), Dr. Johannes Modest (Kartellrecht/Außenwirtschaftsrecht)
Notar
Dr. Basty und Dr. Frank (München): Dr. Sebastian Franck – aus dem Markt bekannt
Hintergrund: GLNS kam Anfang April aufgrund einer Empfehlung aus dem Markt ins Mandat bei Zoom. Die Sozietät übernahm hier die rechtliche und steuerliche Strukturierung der Transaktion. Für die Tax-Due-Diligence-Prüfung wurde PricewaterhouseCoopers einbezogen.
In IP- und datenschutzrechtlicher Hinsicht arbeitet GLNS häufig mit Ampersand-Mitbegründer Schafft zusammen, der zum Juli seine Sozietät verließ und zu SSH Rechtsanwälte wechselte. Die Einheit ist auf IT- und Datenschutzrecht sowie Marken- und Wettbewerbsrecht fokussiert.
Eingespielt ist auch die Zusammenarbeit mit der Boutique Blomstein, die hier mit einem Team um Partner Stein die investitionskontrollrechtlichen Fragen klärt. Ähnlich war die Konstellation auch im vergangenen Jahr beim Investment der skandinavischen FSN Capital bei MHP Solution.
Die US-rechtlichen Fragen klärte eine Team von Cooley. Die Kanzlei hatte 2019 schon Zooms Börsengang begleitet und andere Zukäufe abgestimmt.
Raue-Partner Nelle beriet mit seinem Team die beiden Kites-Gründer, die auch Gesellschafter des Softwareunternehmens sind. (Sonja Behrens; mit Material von dpa)