Bevor der E-Commerce- und Logistik-Dienstleister Netrada 2013 insolvent ging, zählte Esprit zu seinen Hauptkunden. Das Dienstleistungsunternehmen Arvato erwarb das insolvente Unternehmen und damit auch die Verträge, die mit Esprit bestanden.
Im Geschäftsjahr 2017/2018 verzeichnete der Onlineshop von Esprit umgerechnet rund 449 Millionen Euro Umsatz. Für die einzelnen Ländershops schloss Esprit mit Arvato zuletzt nun einen neuen Rahmenvertrag ab: Der Outsourcing-Deal umfasst dabei sämtliche Supply-Chain-Management-Leistungen, die zum Betrieb des E-Shops von Esprit notwendig sind. Arvato wickelt für das Modeunternehmen das gesamte Endkundengeschäft ab, von der Bestellung über Auslieferung und Service bis hin zur Abrechnung.
Berater Esprit
Baker & McKenzie (München): Dr. Ulf Wauschkuhn (Federführung; Corporate/Vertriebsrecht), Julia Kaufmann (IT-Recht), Katja Häferer (Arbeitsrecht)
Inhouse Recht (Ratingen): Susanne Park (Vice President, Head of Global Commercial Law Group)
Berater Arvato
Inhouse Recht (Bertelsmann; Gütersloh): Lazarus von Lippa (Corporate/M&A; Senior Vice President, Corporate Legal Department)
Hintergrund: Esprit ist eine langjährige Mandantin von Baker. Schon als die insolvente Netrada von Arvato übernommen wurde und Esprit 2014 Mitglied im vorläufigen Gläubigerausschuss war, ließ sich das internationale Modeunternehmen von Baker beraten.
Daher kennen sich auch die Beteiligten bei dem Abschluss des neuen Servicevertrags: Schon 2014 übernahmen Wauschkuhn von Baker und Bertelsmann-Syndikus von Lippa für Arvato die jeweilige Federführung. (Melanie Müller)