Der Energiekonzern Energie Baden-Württemberg (EnBW) hat rund 48 Prozent der Anteile an der Leipziger VNG Verbundnetz Gas erworben. Verkäufer der Beteiligung ist das Oldenburger Energieunternehmen EWE, bislang größter VNG-Aktionär. EWE hatte zuvor versucht, die Mehrheit an VNG zu übernehmen, war mit dem Plan aber gescheitert. VNG, drittgrößter deutscher Erdgasimporteur, mit Beteiligungen in Polen, Tschechien, der Slowakei, Italien und Norwegen, erwirtschaftete 2008 mit rund 1.100 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 5,5 Milliarden Euro, davon 141 Millionen Euro Gewinn.
Die Hauptversammung der VNG und das Bundeskartellamt müssen der Transaktion noch zustimmen. Die kartellrechtliche Prüfung könnte aber schwierig werden, denn das Bundeskartellamt befürchtet eine zu große Marktmacht. Der Verkauf ist an den Einstieg von EnBW bei EWE gebunden.
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