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Enercity kauft mit Sullivan einige Sparten von Hanwha QCells

Der Energieversorger Enercity übernimmt zentrale Geschäftsfelder von Hanwha QCells. Damit erwirbt der Hannoveraner Konzern, der rund 9 Milliarden Umsatz hat, mehrere Photovoltaikanlagen und wird alleiniger Eigentümer der Cloud-Plattform Lynqtech.

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Enercity übernimmt mit dem Deal bestehende Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von 20 Megawatt. Bereits 2024 stammten mehr als 50 Prozent des von dem Konzern produzierten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Für 2035 strebe man die vollständige Klimaneutralität der Stromproduktion an.      

Hanwha QCells ging 2012 aus dem Bitterfelder Solarunternehmen QCells hervor. Seinerzeit kaufte der koreanische Großkonzern Hanwha den deutschen Entwickler und Produzenten. In der Folge wanderte der Unternehmenssitz nach Seoul. In Bitterfeld – wo bis heute Ingenieure in der Produktentwicklung arbeiten – wurde die Produktion 2015 aus Kostengründen eingestellt. Hanwha QCells produziert derzeit in Korea, in den USA sowie in Malaysia.             

Die Plattform Lynqtech vernetzt vertriebsrelevante Prozesse bei Energieversorgern, beginnend mit dem Vertragsabschluss über den Kundenservice bis hin zur Abrechnung der Produkte, die ein Endkunde bezieht. Erst 2022 hatte Enercity den Koreanern einen Anteil von 65 Prozent an ihrer seinerzeitigen Tochter verkauft, die nun wieder vollständig unter das Dach des Konzerns aus Hannover wandert.       

York Schnorbus

Berater Enercity
Inhouse Recht (Hannover): Lars Nienstedt (General Counsel)
Sullivan & Cromwell
(Frankfurt): Dr. York Schnorbus  (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Michael Rosenthal (Kartellrecht; Brüssel); Associates: Dr. Silke Jurczyga (Federführung), Homeyra Hosseini-Ghahi, Heiko Blaut (alle Corporate/M&A), Kolja Ortmann, Dr. Sebastian Kerdar (beide Kartellrecht; beide Brüssel)

Florian Lechner

Berater Hanwha QCells
Inhouse Recht (Berlin): Silvie Ryll (Head of Legal and Compliance), Jing Jing Zheng (Syndikusrechtsanwältin)
McDermott Will & Emery (Frankfurt): Florian Lechner (Federführung), Dr. Philip Schmidt (beide Corporate/M&A), Dr. Maximilian Uibeleisen (Energierecht), Dr. Philip Uecker (Datenschutzrecht), Dr. Thomas Gennert (Arbeitsrecht; beide Düsseldorf), Marcus Fischer (Steuerrecht), Dr. Laura Stammwitz (Kartellrecht); Associate: Jan Ischreyt (Energierecht)

Notariat
Bögner Hensel & Partner (Frankfurt): Dr. Andreas Schrey – aus dem Markt bekannt  

Hintergrund: Sullivan & Cromwell steht hier einer langjährigen Mandantin zur Seite. Bereits 2009 beriet Partner Schnorbus das sogenannte Integra-Konsortium aus Enercity, der hessischen Mainova und der Nürnberger N-Ergie beim Miterwerb des Thüringer Versorgers Thüga. In der aktuellen Transaktion hat die Associate Jurczyga die Co-Federführung an der Seite des Frankfurters übernommen. 

Inhouse liefen die Fäden aufseiten der Käuferin bei General Counsel Nienstedt zusammen, der den Geschäftsstabsbereich Recht und Compliance leitet. Nienstedt gehörte seit 2001 der Rechtsabteilung der Stadtwerke Hannover an, die 2018 in Enercity AG umfirmiert wurden.

Transaktionsanwalt Lechner, der hier seitens McDermott im Lead war, kennt die Koreaner bereits seit seiner Zeit als Associate bei Clifford Chance. Bei der Übernahme von QCells 2012 beriet ein Team der Magic-Circle-Kanzlei unter der Federführung von Dr. Bernd Meyer-Witting den Hanwha-Konzern. 2016 wechselte Meyer-Witting zusammen mit Lechner zu Paul Hastings, bevor beide 2018 erneut gemeinsam zu McDermott gingen, wo Lechner zum Jahresbeginn 2021 Partner wurde. Ein Jahr später verhalf er Hanwha zum Erwerb des jetzt wieder veräußerten Anteils an Lynqtech.

Die Rechtsabteilung von Hanwha QCells arbeitet von Berlin aus. Den Verkauf des Privatkundengeschäfts für Strom und Gas sowie der Anlagen steuerte dort Ryll als Head of Legal and Compliance, die schon mehr als fünf Jahre im Unternehmen tätig ist.     

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