Flughafen Wien

IFM will mit Eisenberger & Herzog Minderheit aufstocken

Der australische Pensionsfonds IFM Global Infrastructure Fund (GIF) plant, seine Minderheitsbeteiligung am Fughafen Wien um bis zu 10 Prozent aufzustocken. Der Beteiligungsanteil würde dann auf bis zu 39,9 Prozent anwachsen. Das öffentliche Angebot hat IFM über die Airport Group Europe, eine indirekte Tochtergesellschaft von IFM in Luxembourg, gelegt. Geboten werden 100 Euro pro Aktie.

Teilen Sie unseren Beitrag
Alric Ofenheimer
Alric Ofenheimer

Ende 2014 stieg der Fonds ebenfalls über die Airport Group Europe im Rahmen eines öffentlichen Angebots für gut eine halbe Milliarde Euro mit 29,9 Prozent beim Flughafen Wien ein. Eine Mehrheit strebt IFM nach eigenen Angaben nicht an. Das Angebot begleitete wie auch beim Einstieg 2014 die Investmentbank Nomura.

Wichtigste Anteilseigner sind die Stadt Wien (20 Prozent), das Land Niederösterreich (20 Prozent) und Mitarbeiter des Flughafens (10 Prozent). Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich haben ihre Anteile syndiziert. IFM geht davon aus, dass diese 50 Prozent und damit die Mehrheit bei Niederösterreich und Wien sowie der Mitarbeiterstiftung bleiben. Die restlichen 20,1 Prozent befinden sich derzeit noch in Streubesitz.

IFM Investors ist ein globaler Fonds-Manager, der für Arbeitnehmer Erspartes über deren Pensionskassen veranlagt. Der Fonds-Manager steht im Eigentum von 29 australischen Pensionskassen. Der Fonds hält rund 20,5 Milliarden Euro investiertes Kapital, verteilt auf verschiedene Infrastrukturbeteiligungen. Darunter etwa Anteile an Flughäfen in Australien, dem Vereinigten Königreich, Malta und der Slowakei.

Berater IFM Investors
Eisenberger & Herzog (Wien): Dr. Alric Ofenheimer, Dr. Peter Winkler (Federführung, Gesellschaftsrecht und Kapitalmarktrecht), Dr. Dieter Thalhammer (Kartellrecht), Ulrike Sehrschön (Öffentliches Recht); Associates: Dr. Nidal Karaman, Sabine Meister, Wolfgang Kiegerl, Anna Kogler, Patrick Kratzenstein, Krzysztof Nowak (alle Gesellschaftsrecht), Barbara Riegler (Kartellrecht; alle fünf Rechtsanwaltsanwärter)
Allen & Overy (London): Conrad Anderson (Infrastruktur/Finanzierung), Jeff Hendrickson (US-Recht)
Inhouse Recht: Nicht bekannt

Berater Flughafen Wien
Wolf Theiss (Wien): Dr. Peter Oberlechner

Hintergrund: Eisenberger & Herzog und Allen & Overy pflegen seit einigen Jahren eine sehr enge Beziehung. Dabei bestehen enge Kontakte nach London ebenso wie in das Münchner und Frankfurter Büro der Magic-Circle-Kanzlei. So haben E&H und Allen & Overy IFM schon Ende 2014 beraten, als der Fonds beim Flughafen Wien einstieg. Zudem verfügt Eisenberger schon seit einigen Jahren auch über enge Kontakte zur begleitenden Investmentbank Nomura. 

Der Flughafen Wien wurde auch schon 2014 beim Einstieg von IFM von Wolf Theiss beraten.

Artikel teilen

Lesen sie mehr zum Thema

Österreich Deals Angebot

IFM GIF will mit Eisenberger & Herzog Minderheit an Flughafen Wien