Badmöbel

FSN Capital investiert mit Norton Rose in Sanitär-Onlineshop

Die Kölner Sanitärgruppe Stiller und ihr Onlineshop Megabad haben neue Mehrheitsgesellschafter erhalten: Das Private-Equity-Unternehmen FSN Capital übernahm Anteile von VR Equitypartner und der Gründerfamilie Stiller, die aber weiterhin investiert bleiben. Die Transaktion erhielt bereits die kartellrechtliche Freigabe.

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Bernd Dreier

Das Traditionsunternehmen Gottfried Stiller betreibt einerseits Sanitärfachmärkte, andererseits seit 2003 den Webshop Megabad.com. Dessen Sortiment umfasst etwa Armaturen, Duschkabinen und Badmöbel.  Für die Produkte der Eigenmarke sowie für den Vertrieb von Fremdprodukten sind rund 220 Mitarbeiter zuständig. VR Equitypartner, eine Tochter der DZ Bank, hatte sich 2019 zur Einleitung der Unternehmensnachfolge an dem Kölner Unternehmen beteiligt. Sie wird mit der Familie Stiller und dem Management zusammen auch weiterhin als Minderheitsgesellschafter beteiligt bleiben.

FSN Capital zählt derzeit zu den aktivsten ausländischen MidCap-Investoren hierzulande. Der norwegische Private-Equity-Investor erhielt dieses Jahr Kapitalzusagen über 1,8 Milliarden Euro für seinen sechsten Mittelstandsfonds. 

Isabell Hitzer

Die hiesige Akquisitionsfinanzierung stellte der Debt Fonds Permira Credit, der nach eigenen Angaben schon mehr als 300 europäischen Unternehmen Liquidität bereitgestellt hat. Er tat sich zusammen mit der Oldenburgischen Landesbank (OLB), hinter der wiederum seit drei Jahren die Bremer Kreditbank mit angelsächsischen Finanzinvestoren steht.

Berater FSN Capital VI
Norton Rose Fulbright (München): Bernd Dreier, Frank Henkel (beide Federführung; beide Private Equity), Dr.Tim Schaper (Kartellrecht), Dr. Christoph Ritzer (IT-Recht), Tino Duttiné (Steuerrecht; alle drei Frankfurt), Markus Müller (Datenschutzrecht), Dr. Nikolas Smirra (Vertriebsrecht), Manuel Merling (IP); Associates: Alexander Mathes (M&A/Corporate), Robert Dölling (Private Equity), Julia Gallinger (Steuerrecht; Hamburg), Olivia Reinke, Jörn Twisselmann (beide Arbeitsrecht), Dennis Cukurov (Compliance; beide Hamburg)
Renzenbrink & Partner (München): Isabell Hitzer (Finanzrecht; Federführung), Marc Kotyrba (Steuerrecht); Associates: Philipp Hogrefe, Zacharias Woltering-Schlenker (alle Finanzrecht), Dr. Toufic Schilling (Steuern; Hamburg)
PricewaterhouseCoopers (München): Christian Tempich (Federführung; M&A Tax) – aus dem Markt bekannt 

Heiko Gotsche

Berater VR Equitypartner
Latham & Watkins (Düsseldorf):  Dr. Heiko Gotsche (Federführung; Corporate ), Dr. Tobias Klass (Steuerrecht; Hamburg), Dr. Jan Höft (Kartellrecht); Associates: Juan Garcia (Corporate), Verena Seevers (Steuerrecht; Hamburg), Leonie Spangenberger (Kartellrecht; Düsseldorf)
KPMG (Frankfurt): Julius Ebrecht (Deal Advisory M&A Tax)

Berater Permira Credit
Ashurst (Frankfurt): Matthias Weissinger (Finanzrecht); Dr. Anders Kraft (Steuerrecht), Nikolos Tsagareli; Associate: Franziska Sauer (alle Finanzierung)

Berater Oldenburgische Landesbank
Eversheds Sutherland (München): Dr. Thomas Freund; Associate: Tiziana Daxenberger (beide Finanzierung)

Notar
Hauschild Böttcher (Düsseldorf): Dr. Leif Böttcher – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Norton Rose kam hier erstmals bei FSN Capital ins Mandat. Counsel Dreier hatte mit Justin Kent, dem dealverantwortlichen Partner bei FSN, schon mehrfach zusammengearbeitet, als jener bei dem Private-Equity-Unternehmen Capvis und Dreier bei Hengeler Mueller tätig war.

Auch die Zusammenarbeit zwischen Kent und dem PwC-Steuerteam ist dem Vernehmen nach schon seit Jahren eingespielt.

Eine Erstmandatierung konnte auch Renzenbrink-Partnerin Hitzer dank eines persönlichen Kontakts verbuchen. Sie beriet FSN Capital VI mit ihrem Team bei der Finanzierung der Beteiligung.

Die Kreditfinanziers von Permira setzten als Senior Lenders auf die langjährige Beraterin Ashurst, während sich die Oldenburgische Bank auf Eversheds verließ. Auch das Eversheds-Team hatte hier eine Premiere, allerdings bestand der Kontakt zwischen der OLB und Partner Freund schon, als jener noch bei Latham & Watkins tätig war. Er war erst zum Mai in die Finanzierungspraxis von Eversheds gewechselt. Für diesen Deal ins Spiel gebracht hatte ihn laut Marktinformationen eine gemeinsame Empfehlung von FSN Capital und Renzenbrink.

Latham-Partner Gotsche hatte das Mandat von VR Equitypartner für die hiesige Transaktion noch unter der Flagge von Baker McKenzie angenommen und setzte den Verkaufsprozess – samt Bieterverfahren –  dann in seiner neuen Kanzlei Latham fort. Den Kontakt hatte die Corporate Finance Mittelstandsberatung (CFMB) hergestellt, die ihn bei einer früheren Transaktion kennengelernt hatte. Latham war hier auch zur Steuerstrukturierung eingebunden. Das Tax Fact Book erstellte hingegen das Deal Advisory M&A Tax Team von KPMG.

Ein Legal Fact Book wurde nicht erstellt, denn die Megabad-Gründer und -Geschäftsführer bleiben weiterhin an Bord. (Sonja Behrens)

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