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MBO-Gruppe geht mit Arqis an Komori Corporation

Die in Deutschland ansässige MBO-Gruppe geht zu 100 Prozent an den japanischen Druckmaschinenhersteller Komori. Bis dato hielt die Unternehmerfamilie Binder die MBO-Anteile. Die Transaktion muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden.

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Shigeo Yamaguchi
Shigeo Yamaguchi

Das Familienunternehmen Maschinenbau Oppenweiler Binder (MBO) entwickelt, vertreibt und produziert Maschinen und Automatisierungstechniken für die Druckverarbeitung. Die Firmengruppe, zu der auch die Marke Herzog + Heymann gehört, hat ihren Sitz in Oppenweiler und zählt rund 470 Mitarbeiter weltweit. Neben den deutschen Standorten in Bielefeld und Oppenweiler produziert MBO auch in Portugal. Zudem hat das Unternehmen in den USA, China und Frankreich eigene Vertriebsgesellschaften.

MBO stand im letzten Jahr bereits vor dem Verkauf. Potenzieller Käufer war damals Heidelberger Druckmaschinen, denen das Bundeskartellamt die Übernahme jedoch untersagte, da sie bereits eine führende Position bei Bogenfalzmaschinen einnimmt.

Das Druckmaschinenunternehmen Komori, das an der japanischen Börse notiert ist, kann durch die Übernahme der MBO-Gruppe seine Prozesskette ausbauen und in das Geschäft der Post-Press-Lösungen einsteigen.

Berater Komori
Arqis: Dr. Shigeo Yamaguchi (Düsseldorf), Dr. Meiko Dillmann (München; beide Federführung; beide Corporate/M&A), Dr. Andrea Panzer-Heemeier (Arbeitsrecht), Dr. Ulrich Lienhard (Immobilienrecht; beide Düsseldorf), Marcus Nothhelfer, Dr. Philipp Maier (beide IP & Commercial; beide München), Dr. Deniz Günal (Corporate/M&A), Dr. Hendrik von Mellenthin (Arbeitsrecht; beide Düsseldorf); Associates: Thi Kieu Chinh Nguyen, Martin Weingärtner (beide Arbeitsrecht), Jennifer Huschauer (Immobilienrecht), Jennifer Sauder (Commercial; alle Düsseldorf), Fabian Schmidt (IP & Commercial; München)
Held Jaguttis (Köln): Dr. Simeon Held, Dr. Malte Jaguttis (beide Öffentliches Wirtschaftsrecht)
RCAA (Frankfurt): Evelyn Niitväli (Kartellrecht)

Vladimir Cutura
Vladimir Cutura

Berater MBO-Gruppe/Familie Binder
Menold Bezler (Stuttgart): Vladimir Cutura (Federführung), Rudolf Bezler (beide Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Jochen Bernhard (Kartellrecht), Dr. Till Mahler (Commercial); Associates: Nicole Brandt, Kerstin Lauber (beide Gesellschaftsrecht/M&A)

Hintergrund: Die Marken MBO und Herzog + Heymann sollen auch nach der geplanten Übernahme weiterbestehen – dies galt es in der Transaktion zu berücksichtigen.

Menold Bezler-Partner Bezler ist langjähriger Berater der Unternehmerfamilie Binder, den bisherigen Alleineigentümern der MBO-Gruppe. Bei der geplanten Übernahme der MBO-Gruppe durch die Heidelberger Druckmaschinen war die Stuttgarter Einheit auch mit den federführenden Partnern Cutura und Bezler an der Seite der MBO-Gesellschafter.

Damals standen sie einem Team von SZA Schilling Zutt & Anschütz um den Transaktionspartner Dr. Heino Rück gegenüber, dieses Mal trafen die Menold-Partner auf die Düsseldorfer Kanzlei Arqis. Diese ist unter anderem auf Transaktionen mit Japanbezug spezialisiert und verfügt auch über ein eigenes Büro in Tokio. Zum hiesiegen Transaktionsteam gehörte auch die japanische Anwältin Miho Kuramochi.

Das Mandat von Komori kam über eine Empfehlung zustande. Als Lead-Kanzlei koordinierte Arqis auch die Aktivitäten der portugiesischen Kanzlei Cuatrecasas, der US-Kanzlei Baker & Hostetler sowie von Gide Loyrette Nouel in Frankreich und FuJae in China.

Für kartellrechtliche Aspekte holte Arqis RCAA, für öffentlichrechtliche Themen Held Jaguttis an Bord. Die gemeinsame Transaktionsberatung mit beiden Kanzleien ist eingespielt. Als Arqis etwa 2019 Kyocera Fineceramics beim Kauf der Keramiksparte des belgischen Baustoffkonzerns Aliaxis beriet, waren RCAA und Held Jaguttis auch ins Mandat eingebunden.

JUVE-Informationen zufolge waren für steuerliche Implikationen in der Transaktion aufseiten der MBO-Verkäufer Ebner Stolz, für Komori Deloitte im Mandat.

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