NTT Data hat 2008 bereits die Mehrheit an Itelligence erworben und hält derzeit ungefähr 81 Prozent der Aktien. Nun will das Unternehmen den verbleibenden Aktionären 10,80 Euro je Aktie in bar bieten. Zudem stellt NTT Data allen Aktionären, die das Angebot annehmen, einen Besserungsschein in Aussicht, falls die Abfindung im Rahmen eines Squeeze-outs oder einer vergleichbaren Strukturmaßnahme in Zukunft höher sein sollte als der Angebotspreis.
Itelligence-Vorsitzender Herbert Vogel hat sich verpflichtet, das Angebot für die zwei Prozent von ihm gehaltenen Aktien anzunehmen. NTT Data will über mindestens 95 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte der Itelligence verfügen. Das Erreichen dieser Anteilsschwelle ist erforderlich, um einen aktienrechtlichen Squeeze-out durchzuführen.
Berater NTT Data Europe
Gleiss Lutz: Martin Hitzer (Düsseldorf), Dr. Michael Burian (Stuttgart; beide M&A; beide Federführung), Dr. Stefan Mutter (Gesellschaftsrecht); Associates: Dr. Holger Düchting, Patrizio Caruso (beide M&A), Dr. Carsten Kruchen (Gesellschaftsrecht; alle Düsseldorf)
Berater Itelligence
Oppenländer (Stuttgart): Dr. Felix Born
Berater Herbert Vogel: Nicht bekannt
Hintergrund: Der Düsseldorfer Gleiss-Partner Hitzer berät Itelligence seit Jahren regelmäßig bei deren M&A-Transaktionen im In- und Ausland. Schon bei der Übernahme durch den japanischen NTT-Data-Konzern 2008 war er für das Bielefelder Unternehmen tätig, damals noch als Associate bei Freshfields Bruckhaus Deringer (mehr…).
Nun aber war Hitzer für Mehrheitsaktionärin NTT Data tätig, hier bestehen persönliche Kontakte seit seiner Zeit bei Freshfields. Außerdem hat Gleiss Lutz das Unternehmen schon in der Vergangenheit bei Transaktionen beraten, etwa bei der Übernahme des IT-Dienstleisters Cirquent 2008 (mehr…). Neben Hitzer hatte nun auch der Stuttgarter Partner Burian die Federführung, er betreut bei Gleiss schwerpunktmäßig asiatische Mandanten.
NTT vertraute zudem laut Marktinformationen jüngst Skaden, Arps Slate Meagher & Flombeim Kauf von Softwarerechten. Die Japaner sicherten sich Rechte aus dem Bereich Managed Security Services vom IT-Unternehmen Integralis, das wiederum ein Frankfurter Team von SKW Schwarz für die Transaktion mandatiert hatte.