Infrastruktur

Niedersachsen kauft mit KPMG Law Schienennetz zurück

Das Land Niedersachsen hat den Schieneninfrastrukturbetrieb der Osthannoverschen Eisenbahnen (OHE) übernommen. Käufer ist die neu gegründete, landeseigene Gesellschaft Schieneninfrastruktur Ost-Niedersachsen. Das Land macht damit die Privatisierungsentscheidung von 2007 rückgängig.

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Christian Nordholtz

Das erworbene Unternehmen betreibt eines der größten Eisenbahnnetze in Deutschland, das sich nicht in Bundeshand befindet. Rund 260 Kilometer Gleise auf 1.500 Grundstücken umfasst das Netz, das derzeit hauptsächlich für den Güterverkehr genutzt wird. Sitz des Unternehmens, das das Land für 20 Millionen Euro übernimmt, ist Celle. 

Über den Rückkauf musste zuerst der niedersächsische Landtag beraten. Mitte Dezember stimmte er dem Unternehmenskauf zu. Mit dem Erwerb soll die OHE-Schieneninfrastruktur für die niedersächsische Logistik- und Transportwirtschaft dauerhaft erhalten und strategisch verbessert werden. Perspektivisch kann das Schienennetz auch für den Personennahverkehr genutzt werden.

Mehrheitlicher Anteilseigner der Verkäufergesellschaft OHE ist die Netinera, die wiederum zur Trenitalia gehört, der Personenverkehrssparte der italienischen Staatsbahn Ferrovie dello Stato Italiane (FS).

Berater Land Niedersachsen
KPMG Law (Hannover): Dr. Christian Nordholtz (Corporate/M&A), Dr. Barbara Buhr (Öffentliches Recht; Nürnberg; gemeinsame Federführung), Rainer Algermissen (Immobilienrecht; Hamburg), Dr. Martin Trayer (Arbeitsrecht; Frankfurt), Dr. Gerrit Rixen (Kartellrecht; Köln); Associates: Thomas Papasikas (Bielefeld), Marlon Wehrenberg (beide Corporate/M&A), Vera-Catharina Boes, Dr. Magnus Auer, Dr. Axel Lehmann (beide Nürnberg; alle Öffentliches Recht), Sinje Grefe, Dr. Jannike Luise Ehlers (beide Immobilienrecht; beide Hamburg), Nikolai Fritsche (Nürnberg), Liza Rauter (beide Arbeitsrecht)
KPMG (Hannover): Falko Fiedler; Associate: Niels-Ullrich Bohn (beide Steuern)

Benjamin Schwarzfischer

Berater Osthannoversche Eisenbahnen
GvW Graf von Westphalen (Frankfurt): Benjamin Schwarzfischer (Corporate/M&A), Christian Mayer-Gießen (Corporate), Dr. Dietrich Drömann (Öffentliches Wirtschaftsrecht; Hamburg), Dr. Frank Tschesche (Steuerrecht), Dr. Malte Evers (Arbeitsrecht; Hamburg), Dr. Lorenz Czajka, Lisa Maria Weyer (beide Immobilienrecht; beide Berlin)
Inhouse Recht (Berlin): Dr. Heiko Piesbergen (Leiter Recht), Sarah Paulat, Jule Westermann (beide Corporate), Christian Kopitzsch (Regulierung)

Notar
Notare am Ballindamm (Hamburg): Prof. Dr. Peter Rawert – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Beim Land Niedersachsen war das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung für den Rückkauf des Infrastrukturunternehmens zuständig, der zum Jahreswechsel erfolgte. Für die Due Diligence und Teile der Vertragsverhandlungen mandatierte es KPMG Law, die viel Erfahrung im Infrastrukturbereich besitzt.

KPMG Law-Partner Nordholtz ist regelmäßig für das Land und infrastrukturnahe Firmen tätig. Zuletzt sah man ihn zum Beispiel bei der Übernahme des Impfstoff-Forschungszentrums von Boehringer Ingelheim in Kirchrode durch die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo).

Auf Verkäuferseite war ein Team von Graf von Westphalen im Mandat, aus dem der Frankfurter Partner Schwarzfischer den Kaufvertrag aufsetzte und den Abschluss des Asset Deals koordinierte. Die steuerrechtlichen Teile des Deals prüfte hingegen Tschesche.

Nach JUVE-Informationen pflegt der Hamburger Leiter der Praxis Vergaberecht und Öffentliches Recht, Drömann, gute Beziehungen zum Leiter der Netinera-Rechtsabteilung Piersbergen, der mit seinem Team den Verkauf steuerte. 

Copyright Teaserbild: Andreas Anhalt/JUVE Verlag

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