Juve Plus Lizenzvereinbarung

Grünenthal und AstraZeneca setzen auf White & Case und Covington & Burlington

Die Pharmaunternehmen Grünenthal und AstraZeneca schlossen eine Vereinbarung zur Vermarktung eines Präparats zur Gicht-Behandlung. Dafür erhält AstraZeneca langfristig mehr als 230 Millionen US-Dollar an die Lizenzgebühren.

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Stefan Koch
Stefan Koch

Grünenthal erwarb an dem Medikament Zurampic die exklusiven Rechte für Europa und Lateinamerika, ebenso für ein Kombinationspräparat aus Lesinurad und Allopurinol, mit dem ebenfalls Gicht-Symptome behandelt werden. Maximal 230 Millionen US-Dollar zahlt Grünenthal für die Einlizensierung, sowie jährliche, umsatzabhängige Lizenzgebühren. Ab Herbst 2021 hat das deutsche Pharmaunternehmen zudem die Option, das Präparat Zurampic selbst herstellen zu dürfen.

Die britisch-schwedische AstraZeneca ist einer der größten Arzneimittelhersteller weltweit. Mit rund 55.5000 Mitarbeitern erzielte die Firma im letzten Jahr einen Umsatz von rund 24 Milliarden US-Dollar. Die Rechte an Zurampic für die USA lizensierte sie jüngst an das Pharmaunternehmen Ironwood. Dieses zahlt 100 Millionen US-Dollar vorab sowie maximal 165 Millionen in den folgenden Jahren. Hinzu kommen weitere Lizenzgebühren.

Grünenthal wiederum, die auch selbst Medikamente entwickelt und Präparate auslizensiert, festigt mit dem Lizenzerwerb ihre Portfolios im Bereich der Entzündungskrankheiten und chronischen Schmerzen. Das mittelständische Familienunternehmen mit Hauptsitz in Aachen beschäftigt etwa 5.300 Mitarbeiter weltweit. Im letzten Jahr erzielte Grünenthal einen Gesamtumsatz von 1,2 Milliarden Euro.

Berater Grünenthal
White & Case (Frankfurt); Dr. Stefan Koch (M&A; Federführung), Arlene Arin Hahn (New York), Jean Shimotake (IP-Recht; Washington), Axel Schulz (Kartellrecht; Brüssel); Associates: Ajita Shukla (Washington; IP-Recht), Lynn Diamon (Kartellrecht; New York)
Inhouse Recht (Aachen): Marcus Heppner (Senior Vice President Global Legal) – aus dem Markt bekannt

Berater AstraZeneca
Covington & Burling (San Francisco): Amy Toro; Associates: Michael Chen (beide Life Science), Max Heuer (Corporate) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Marcus Heppner verantwortet seit Herbst 2011 die Geschicke der Konzernrechtsabteilung von Grünenthal, zuvor hatte er die M&A- und Corporate-Finance-Aktivitäten bei der Wettbewerberin Merck juristisch betreut. Aus jener Zeit besteht auch der Kontakt zu White & Case-Partner Stefan Koch, der seitdem nicht nur Merck, sondern auch Grünenthal regelmäßig bei Transaktionen unterstützt. Bei AstraZeneca ist Covington & Burling seit Jahren im Mandat; Partnerin Toro begleitet weltweit das Lizenzgeschäft und wird dabei auch regelmäßig von der Kartell- und Pharmapraxis in Brüssel flankiert. Der US-Pharma-Vertreiber Ironwood hingegen setzte bei seinen Verhandlungen zu dem Gicht-Präparat auf ein Team von Ropes & Gray.

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