Insgesamt 80 Prozent erwirbt Bain Capital an AQ Compute, die das Hamburger Private-Equity-Haus Aquila 2020 gegründet hatte und die im laufenden Jahr ihr erstes Datencenter in Oslo in Betrieb nahm. Weitere Datencenter sind unter anderem in Spanien und in Italien geplant.
Mit Bain gewinnt Aquila einen finanzstarken Partner, um weitere Rechenzentren-Projekte zu verwirklichen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, neue Standards für den nachhaltigen Betrieb von Rechenzentren zu setzen. Bain selbst bringt ebenfalls Erfahrung in diesem Marktsegment mit. Dazu gehört auch die erfolgreiche Entwicklung von Bridge Data Centres in Asien.
Aquila hat vor allem Erfahrung mit erneuerbaren Energien, mit denen auch die Rechenzentren betrieben werden sollen. Anfang des Jahres hatte die Commerzbank rund zwei Drittel der Anteile an Aquila übernommen. Für den Ausbau von AQ Compute zu einer europäischen Plattform stehen nun mehrere Milliarden Euro zur Verfügung.
Berater Bain Capital
Mayer Brown (London): Charles Malpass, Kate Ball-Dodd (beide Federführung; beide Corporate/M&A), Alastair Dolman, Harriet Hainsworth, Carlos Robles y Zepf (alle Corporate), Ulrich Worm (IP; beide Frankfurt), Ben Eaton, Sam Riesenberg (beide Steuerrecht), Caroline Humble (Immobilienrecht), Daniel Vowden (Kartellrecht), Massimo Amoruso, Andrew Papworth (beide Finanzierung), David Gervais (Immobilienrecht), Mark Hills (Kartellrecht); Associates: Sam Gregory, Madeleine Pryde, Alexander Sperling, Joey Lee, Georgia Stylianou (alle Corporate/M&A), Pauline Stadler (Arbeitsrecht; Frankfurt), Tamar Ruiz, Kathryn Buddington (beide Steuerrecht), Tim Collier, Sam Harris (beide Immobilienrecht), Kathryn Lloyd (Kartellrecht), Candace Brown, Daniela Digilio (beide Legal Project Management)
Maples Group (Luxemburg): Johan Terblanche (Investmentfonds), Baptiste Aubry (Corporate/M&A), Michelle Barry (Investmentfonds); Associates: Timothée Gras, Marine Bauchet, Thomas Crahay, Olivia Gaultier (alle Investmentfonds)
Cuatrecasas (Madrid) – nicht bekannt
Thommessen (Oslo) – nicht bekannt
Berater Aquila
Ashurst (München): Stefan Bruder, Marina Arntzen (beide Federführung), Jason Redford (London; alle Corporate/M&A), Michael Holzhäuser (Kartellrecht; Frankfurt), Dr. Martin Eimer (Litigation), Anne Grewlich (Finanzierung; Frankfurt), Ben Patton (Immobilienrecht), Ruth Buchanan (Arbeitsrecht), Jamie Chapman (Immobilienrecht), Nicholas Gardner (Steuerrecht), Ruby Hamid (Litigation), Sunny Kumar (Corporate), Henry Moss, Chris Whitehouse (beide Immobilienrecht; alle London), Jorge Vázquez (Madrid; Corporate/M&A), Cristina Grande (Arbeitsrecht), Isabelle Lentz (Corporate/M&A), Antonios Nezeritis (Investmentfonds; beide Luxemburg), Philipp Vorbeck (Finanzierung; Frankfurt), Alfonso González-Espejo (Öffentliches Wirtschaftsrecht), Javier Torrecilla (Investitionskontrolle; beide Madrid), Dr. Maria Held (Kartellrecht), Lukas Müller (Arbeitsrecht; Frankfurt), Rebecca Clarke (IT), Andris Ivanovs (Compliance; London), Paul Witte (Corporate; Luxemburg); Associates: David Plischka, Karen Kelat, Camilla Booth-Clibborn, Aoife Weir (beide London), Fabio Vittore, Levani Khutsishvili (beide Luxemburg), Camilo Luna, Begoña de la Riva, Beatriz Aizpun, María López Garayalde (alle Madrid), Dhabi hat Shaz Ali (Abu Dhabi; alle Corporate/M&A), Umut Bektas (Steuerrecht), Shehana Cameron-Perera (IT), Louise Chan (Corporate), Holly Dwyer, Dan Fielding, Joanna Fox, Amy McCalmont, Victoria Stagg (alle Immobilienrecht), Rodrigo Romero Hidalgo (Finanzierung), Emily Bodger (Arbeitsrecht), Catherine Lillycrop (Litigation), Hana Byrne (IT), Shashtika Sundar (Corporate/M&A; alle London), María Antonia de Prada (Immobilienrecht), Carmen Gordillo, María Baixauli (beide Arbeitsrecht), Teresa Prado, Patricia Valenzuela (beide Kartellrecht; alle Madrid), Ashleigh Smithson (Corporate; London)
Bahr (Oslo) – nicht bekannt
Inhouse Recht (Hamburg): Florian Becker (General Counsel) – aus dem Markt bekannt
Hintergrund: Bain Capital arbeitet international regelmäßig mit Mayer Brown vor allem bei Immobilientransaktionen zusammen. Zum gemeinsamen Joint Venture mit Aquila waren hier erstmals auch umfangreichere Corporate-Fragen zu klären. Zum Team gehörten die Frankfurter Partner Robles y Zapf und Worm sowie die Arbeitsrechtlerin Stadler. Mayer Brown hatte von Frankfurt aus in der jüngeren Vergangenheit unter anderem die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) bei Rechenzentren-Deals beraten.
Nach JUVE-Informationen war das deutsche Büro zunächst zentraler involviert. Da die Struktur des Deals und auch der Kaufvertrag nach englischem Recht verhandelt wurde, lag die Verhandlungsführung dieser europäischen Transaktion allerdings bei den Londoner Partnern Malpass und Ball-Dodd.
Mandantin geht Kanzleiwechsel mit
Anders bei Aquila, wo Ashurst den mehrstufigen Deal bestehend aus dem Plattformeinstieg und mehreren lokalen Transaktionen in Norwegen und Spanien aus München heraus steuerte. Die Federführung lag bei den Partnern Bruder und Arntzen, die zum Jahreswechsel von Clifford Chance und Norton Rose Fulbright gewechselt waren.
Insbesondere für Bruder ist die Mandatierung durch Aquila ein großer Erfolg: Das Hamburger Beteiligungshaus arbeitete bereits Ende des vergangenen Jahres mit ihm zusammen. Damals noch bei Clifford Chance, beriet er Aquila Capital zum Verkauf der Mehrheitsanteile an die Commerzbank und konnte nun die Mandatsbeziehung zu Ashurst überführen.