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Niederländer steigen mit Gleiss Lutz bei Carl Zeiss-Tochter ein

Neue Allianz im Halbleiter-Geschäft: Der Optik- und Elektronikkonzern Carl Zeiss gibt 24,9 Prozent seiner Tochter SMT an den niederländischen Ausrüster ASML ab. Gemeinsam wollen sie die Entwicklung sogenannter EUV-Lithografie-Systeme vorantreiben, um die Produktionskosten in der Halbleiterindustrie zu senken. ASML bezahlt eine Milliarde Euro in bar und will zudem rund 760 Millionen Euro in SMT investieren. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen

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Patrick Kaffiné
Patrick Kaffiné

Die Semiconductor Manufacturing Technology (SMT) ist der Unternehmensbereich von Carl Zeiss, der für die Herstellung von Mikrochips relevant ist. Die Sparte mit Haupsitz im schwäbsichen Oberkochen beschäftigt 2.800 Mitarbeiter. Ihr Umsatz betrug zuletzt 893 Millionen Euro. Insgesamt beschäftigt Carl Zeiss 25.000 Mitarbeiter, die 4,5 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften.

Die 1984 gegründete ASML ist spezialisiert auf Mikroelektronik und Maschinen, mit deren Hilfe Halbleiterchips hergestellt werden. Mehr als 15.500 Mitarbeiter sind bei dem börsennotierten Konzern mit Sitz in Veldhoven beschäftigt, der die Akquisition aus dem eigenen Kapital und mit Hilfe einer möglichen Kreditfinanzierung stemmen will. In den nächsten sechs Jahren will ASML auch rund 220 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung bei SMT investieren sowie etwa 540 Millionen Euro in Ausrüstung und Prozessketten.

Berater ASML
Gleiss Lutz: Dr. Patrick Kaffiné, Dr. Detlef Bauer (beide Frankfurt), Dr. Christian Cascante (Stuttgart; alle Federführung), Dr. Jörn Wöbke (Hamburg; alle Corporate/M&A), Dr. Eva Reudelhuber (Bank- und Finanzrecht; Frankfurt), Dr. Jacob von Andreae (Öffentliches Recht; Düsseldorf), Dr. Stefan Mayer (Steuerrecht), Dr. Wolfgang Bosch (Fusionskontrolle; beide Frankfurt); Dr. Herwig Lux (Stuttgart), Dr. Matthias Werner (München; beide IP/IT), Dr. Philipp Naab (Immobilienrecht; Frankfurt); Associates: Dr. Rüdiger Schmidt-Bendun, Dr. Konstantin von Dryander, Vanessa Carduck (alle Gesellschaftsrecht/M&A), Yana Koch (Bank- und Finanzrecht; alle Frankfurt), Dr. Simon Wagner (Stuttgart), Dr. Micha Pfarr (Berlin; beide Commercial), Dr. Tobias Abend (Arbeitsrecht; Frankfurt), Eva Koch (Öffentliches Recht; Düsseldorf), Dr. Ocka Stumm, (Steuerrecht), Sergej Bräuer (Fusionskontrolle; beide Frankfurt)
De Brauw Blackstone Westbroek (Amsterdam): Michael Schouten – aus dem Markt bekannt
Skadden Arps Slate Meagher & Flom (London): James McDonald – aus dem Markt bekannt

Georg Seyfarth
Georg Seyfarth

Berater Carl Zeiss
Hengeler Mueller: Dr. Georg Seyfarth (M&A/Gesellschaftsrecht), Dr. Thorsten Mäger (Kartellrecht; beide Düsseldorf), Dr. Daniel Weiß, Dr. Christian Schmies (beide Finanzierung und Strukturierung; Frankfurt); Associates: Dr. Tobias de Raet, Michael Danzeglocke (beide M&A/Gesellschaftsrecht), Dr. Anja Balitzki (Kartellrecht; alle Düsseldorf), Dr. Malte Wundenberg (Finanzierung; Frankfurt)
EY (Stuttgart): Holger Beckmann (Steuern) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (Oberkochen): Ulrich Hoffmann (General Counsel), Klaus Birkle, Henning Schulz – aus dem Markt bekannt
Inhouse Steuern (Oberkochen): Walter Weber – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Gleiss Lutz kam mit einem standortübergreifenden Team zum Einsatz. Wie die Kanzlei bei der niederländischen ASML in das Mandat kam, ist bislang nicht bekannt. Die niederländische Sozietät De Brauw, die zum Best-Friends-Netzwerk von Hengeler gehört, berät den Technikkonzern schon seit vielen Jahren und hat ASML auch in diesem Sommer unterstützt, als sie den taiwanesischen Chip-Zulieferer Hermes Microvision für 2,75 Milliarden Euro erwarb. Bei der Übernahme der US-Firma Cymer im Jahr 2012 wiederum war auch Skadden an ihrer Seite. Der hier eingebundene Londoner Partner ist auf Finanzierungen spezialisiert.

Auch die Mandatsbeziehung zwischen Hengeler und Carl Zeiss ist etabliert. Das Düsseldorfer Partner-Team Seyfarth und Mäger begleitet das Traditionsunternehmen seit mehr als einem Jahrzehnt bei Transaktionen. Der Frankfurter Partner Weiß wiederum unterstützte beispielsweise 2010 die Refinanzierung von Zeiss Vision, als diese wieder in die Muttergesellschaft zurückgeführt wurde.

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